Digitale Stadtwerke Podcast

Menschen in der Energiewende

4.9 What a Mess - intelligent, smart, dynamisch, der Strommarkt von morgen

Mit Jannis Wilde & Rudi Zwick

27.05.2024 50 min

Zusammenfassung & Show Notes

Eine neue Folge des Digitale Stadtwerke Podcast:
4.9  What a Mess - intelligent, smart, dynamisch, der Strommarkt von morgen - Mit Jannis Wilde & Rudi Zwick 

Hallo liebe SIDizens! 
In der neuesten Episode von „Digitale Stadtwerke – Der DS Podcast“ hab ich wieder die Chance gehabt, live und direkt vor Ort zu sein. Diesmal bin ich zu Gast bei SmartOptimo in Münster, zusammen mit Rudi Zwick und Jannis Wilde. Was für ein Glück, dass ich nicht nur irgendwo digital am Schreibtisch sitze, sondern die beiden Energie-Enthusiasten direkt neben mir habe!

Was geht bei SmartOptimo?

Heute geht's um dynamische Stromtarife – ein Thema, das nicht nur hochaktuell, sondern auch zukunftsweisend ist. Rudi, seit fünf Jahren bei SmartOptimo, kennt das Business in- und auswendig und bringt seine Erfahrungen aus der Startup-Welt mit, was dem ganzen einen frischen Wind verleiht. Jannis, der aus der Elektrotechnik kommt und über das Deutschlandstipendium zu SmartOptimo gestoßen ist, bringt eine wunderbare Perspektive in die Diskussion. Beide sind sie nicht nur smart, sondern haben auch das Herz am richtigen Fleck, wenn es um Energieinnovation geht (und sonst natürlich auch).

SmartOptimo in Aktion
SmartOptimo ist nicht nur ein Beratungshaus. Die Jungs und Mädels dort packen direkt an der Basis an: vom intelligenten Messstellenbetrieb bis hin zu komplexen Gateway-Administrationen für zahlreiche Stadtwerke. Jannis und Rudi haben heute auch ihre Erfahrungen mit den Herausforderungen und Chancen von intelligenten Messsystemen und dynamischen Tarifen geteilt.

Zukunft Musik bei SmartOptimo

Was kommt als Nächstes? Rudi und Jannis haben nicht nur Pläne, sie setzen sie auch um. Mit einer Reihe von Veranstaltungen und Workshops treiben sie die Themen voran, die uns alle morgen bewegen werden. Von der Anpassung der Energiebeschaffungsstrategien bis hin zu neuen Kundeninteraktionen durch technologische Innovationen.

Klinkt euch ein!

Ihr habt Fragen zu dynamischen Tarifen oder intelligenten Messsystemen? Oder wollt ihr einfach wissen, wie ihr eure Stadtwerke zukunftsfähig machen könnt? Dann verpasst nicht die Gelegenheit, direkt mit Rudi und Jannis in Kontakt zu treten oder diskutiert mit in den kommenden Veranstaltungen und Webinaren.

Links zu LinkedIn-Profilen:
Zum Abschluss dieser spannenden Episode will ich nur sagen: Es war ein Fest, die Zukunft der Energie mit Jannis und Rudi zu diskutieren. Und ich bin mir sicher, ihr SIDizens zieht genauso viel Inspiration und Motivation aus diesem Gespräch wie ich. Bleibt energiegeladen und neugierig – bis zum nächsten Mal im Digitalen Stadtwerke Podcast!

Und noch ein PS:
Wenn du dich für die Energiewende und speziell für dynamische Stromtarife interessierst, dann haben wir etwas Spannendes für dich: Check doch mal unseren neuen Podcast "Bright Sights: Energiewende gemeinsam" aus!

In der ersten Staffel nehmen wir, Anna Gruner (LinkedIn-Profil) und Matthias Mett (LinkedIn-Profil), dich mit auf eine tiefgehende Reise durch die Welt der dynamischen Stromtarife. Wir beleuchten, welche Rolle sie in der Energiewende spielen und wie sie das Geschäftsmodell von Stadtwerken revolutionieren können. Über zehn Episoden hinweg diskutieren wir mit Expert:innen aus verschiedenen Bereichen die Potenziale und Herausforderungen dieser innovativen Tarifmodelle.

Wir tauchen ein in die technischen Grundlagen wie Smart Meter und ihre Bedeutung für die Produktentwicklung und den Vertrieb, erkunden, wie Apps den Energieverbrauch optimieren können, und diskutieren die Flexibilisierung in der Energiebeschaffung und -abrechnung. Nicht zu vergessen: Ein Ausblick auf die zukünftigen Entwicklungen des Energiemarkts nach der Einführung dynamischer Stromtarife.

Sei dabei und bring dich ein – jede Episode bietet Raum für deine Fragen und Kommentare, um die Diskussion rund um diese spannenden Themen zu bereichern.

🌍 Tune in to "Bright Sights: Energiewende gemeinsam" und sei Teil der Veränderung. Wir freuen uns auf dich!

Du möchtest auch Teil des Digitale Stadtwerke Podcast oder eines anderen Formats des Stadtwerke Impact Day sein? Dann nutze das Feedback-Formular oder schreibe uns an hi@sid.earth 

Vielen Dank, dass Du uns hörst 😘

Transkript

Hallo alle miteinander, hier ist der Digitale Stadtwerke Podcast und ich bin heute wieder in der glücklichen Situation, live vor Ort aufnehmen zu können und zu dürfen und nicht irgendwie im Internet mit irgendwelchen digitalen Tools mich irgendwie beschäftigen zu müssen, sondern ich sitze hier in Münster im Haus der Stadtwerke Münster bei Smart Optimo und zusammen mit Rudi Zwick und mit Janis Wilde. Hallo ihr beiden. Moin. Hi, Metti. Hi, Metti. Vielen Dank, dass wir da sein dürfen. Ja, freut mich sehr. Wir haben heute Morgen schon eine tolle Veranstaltung. Die war dann digital mit vielen Leuten dabei, ging um dynamische Stromtarife. Aber bevor wir dazu kommen, vielleicht einmal ein paar Worte zu euch. Was macht ihr eigentlich hier? Ich fange mal bei Rudi an. Du bist bei SmartOptimo sicherlich auch nicht erst seit zwei Tagen, wenn ich mir so das Kompetenzspektrum angucke, das du so präsentierst. Wer bist du? Was machst du eigentlich so? Genau, ich bin Rudi. Ich bin 37 Jahre. Ich bin seit fünf Jahren, morgen seit fünf Jahren bei SmartOptimo. Ich hatte meinen ersten Arbeitstag am 2. Mai, nicht am 1. Mai. Und ich arbeite in der Betreuung des Netzwerks und bei den Beratungsprodukten. Ich leite den Bereich seit jetzt zweieinhalb Jahren und habe vorher hier in Münster auch studiert. Münster und Osnabrück. Ich bin also irgendwie hier so heimatverbunden, auch dann beruflich geblieben und war nach meinem Studium in einem Start-up-Umfeld. Erst in einem ganz kleinen Unternehmen, wo ich der erste Mitarbeiter war. Dann haben wir zusammen noch mal daraus noch mal eine weitere Ausgründung im Bereich Elektromobilität gemacht, war dann zwei Jahre selbstständig, ehe ich dann 2019 zu SmartOptimo gekommen bin. Quasi mein Einstieg vorher schon immer irgendwie vertriebseitig unterwegs gewesen, auch so beim Aufbau von Vertriebsstrukturen, auch im Bereich Energie unterwegs gewesen, erneuerbare Energie, Elektromobilität, aber dann der richtige harte Einstieg in die Energiewirtschaft dann 2019 hier mit SmartOptimo. Und genau, da habe ich die Stadtwerkewelt dann kennengelernt in den letzten fünf Jahren. War das ein harter Bruch? Du sagst so Start-up und selbstständig, das heißt viel eigene Kontrolle, wahrscheinlich wenig vordefinierte Prozesse und dann kommst du rein in ein Unternehmen, Stadtwerk, Messstellenbetreiber, wo sicherlich so ein paar Takte anders laufen, oder? Richtig, also der Messwesenbereich im Stadtwerk ist ein hart reglementierter Bereich. Also da sind auch viele unserer Kunden sind da durch den Gesetzgeber getrieben. Das merkt man schon. Ach, da schlagen aber so zwei Herzen in meiner Brust. Das kennst du vielleicht dann auch besser als ich jetzt. Irgendwie ist man in einem Start-up und als Selbstständiger auch irgendwie Einzelkämpfer. Du hast jetzt die glückliche Situation, dass du natürlich auch schon ein Team drumherum aufgebaut hast. Aber ich war damals wirklich zumindest die letzten zwei Jahre Einzelkämpfer und mit allen Höhen und Tiefen, die man dann so erlebt. Also man kann sich jedem Erfolg natürlich selber zuschreiben. Ich hatte auch ein Team und auch weitere Leute, die das mit mir gemacht haben, aber ich war derjenige, der halt operativ jeden Tag da saß und, ich sage mal, noch mal gearbeitet hat. Und gerade dann auch mit Rückschlägen umzugehen und irgendwie zu merken, okay, wenn ich jetzt heute irgendwie keinen produktiven Tag gehabt habe, dann gehe ich auch nach Hause und es ist irgendwie nichts passiert. Das ist dann auch frustrierend. Insofern war es extrem schön, dann hier in ein Team zu kommen bei Smart Optimo und wirklich mit einem Team zusammen Dinge zu erarbeiten und abzuarbeiten. Und da auch kommen wir vielleicht gleich noch auf unsere Veranstaltungsreihe. Jetzt gerade bin ich ja im Tandem mit Janis unterwegs beim Stadtwerketreff.vertrieb. Auch da macht es deutlich, deutlich mehr Spaß, wenn man Dinge halt einfach zu zweit und im Team macht. Genau. Und zur inhaltlichen Ausgestaltung bei Smart Optimo. Wir haben natürlich unsere Systemprodukte und wir haben irgendwie Dienstleistungen für Stadtwerke, die oft darauf beruhen, dass es eine gesetzliche Verpflichtung gibt. Allerdings haben wir dann in den einzelnen Themenfeldern, gerade im Beratungsbereich und im Netzwerkbereich, relativ viele Möglichkeiten, Dinge selber noch zu gestalten, irgendwie coole Sachen auch oder coole Formate für Stadtwerke auf die Beine zu stellen und das ist was, was absolut Spaß macht. Und was gar nicht so viel unterschiedlich ist zu diesem Startup-Charakter, den ich vorher hatte, weil auch hier geht es darum, dass wir uns eigenständig neue Dinge überlegen, wie kann man mit Stadtwerken jetzt Thema XY erarbeiten und dann haben wir auch von unserem Geschäftsführer die freie Handhabe, das dann umzusetzen. Das hört sich ja gut an. Insofern scheint hier einiges richtig zu laufen, würde ich mal sagen. Janis, du bist auch in dem Team. Rudi hat es ja gerade schon gesagt, ihr seid im Tandem unterwegs. Wer bist du eigentlich? Hi, mein Name ist Janis. Ich komme ursprünglich aus der Elektrotechnik. Ich habe in der Bachelor Elektrotechnik studiert bei einem recht großen Autohersteller in Deutschland. Als ich das Studium fertig hatte, bin ich noch ein halbes Jahr nach Emden gegangen. Es ist mit Sicherheit eine coole Sache geworden, auch Ingenieur da weiterzumachen. Ich habe mich dann aber nochmal für einen Richtungswechsel entschieden. Ich habe dann im Master ein Wirtschaftsingenieurstudium angefangen, mit der Fachrichtung Energiewirtschaft in Lingen dann studiert. Dann kam dann auch irgendwann der Kontakt zu Smart Optimo auf und durch das Deutschlandstipendium, vielleicht eine Werbung an der Sache, bin dann zu Smart Optimo gekommen, ein super Team reingekommen, mega Spaß gemacht und ich glaube, ich habe es noch nie gesagt, aber ich wollte nie zu einem Stadtwerk. Man hatte mir den Entschluss auch echt schon fest gefasst eigentlich, aber irgendwie hat es mich dann doch überzeugt. Ja, ich habe es nicht erwartet, aber ein super dynamisches Umfeld, Rudi hat es ja gerade schon erklärt, auch sehr stark reguliert, aber jetzt gerade durch die ganze Dynamik in der Gesetzesgebung einfach viel spannende Themen, viel was umgesetzt werden muss, viel was wir jetzt mit den Stadtwerken auch gemeinsam erarbeiten können und ich freue mich auf jeden Fall da auf die nächste Zeit und aus dieser elektrotechnischen Sicht dann auch mal auf die Dinge zu schauen. Ja cool. Wo du gerade sagst Elektrotechnik, Smart Optimo ist ja jetzt kein Beratungshaus oder irgendwie ein Think Tank, sondern ihr habt da eine sehr handfeste Aufgabe zu erfüllen. Für viele, die euch vielleicht nicht kennen, kannst du mal kurz erläutern und erklären, was Smart Optimo eigentlich macht. Genau. Smart Optimo, da muss man vielleicht aus der Historie mal rausschauen. Wir sind 2009 gegründet worden und da haben die Stadtwerke Osnabrück und Münster quasi Smartoptimo ausgegründet. Und Smartoptimo hatte da den Auftrag, den operativen Messstellenbetrieb zu übernehmen für die beiden genannten Stadtwerke. Und ich glaube, da haben sie ein ganz gutes Geschäftsfeld auch getroffen. Sind jetzt gerade in dem Thema intelligentes Messsystem, was da damals schon immer mehr aufkam, quasi konnten Synergieeffekte nutzen und zwei Stadtwerke quasi in einem operativen Messstellenbetrieb quasi vereinen, konnten dann diese Systeme aufbauen, die man eben braucht für das intelligente Messsystem, also die Verwaltung der Smart Meter Gateways, genau dann diese Messdatenmanagementsysteme, Workforce Management, was man braucht, um die Monteursfahrten zu planen. Das Ganze konnten wir eben oder konnten die Stadtwerke dann in Smartoptimo vereinen. Das ist damals dann auch recht gut angekommen, auch in der weiteren Stadtwerkewelt, sodass das Netzwerk da erweitert wurde. In den nächsten Jahren ist SmartOptimo dann recht gut gewachsen. Wir haben viele Stadtwerke dazu gewinnen können, die jetzt quasi bei uns auch auf der Systemplattform mit drauf sind, für die wir die Gateway-Administrationen übernehmen. Dann ZFA, Soziale Fernauslesung kam immer mehr dazu, wo quasi die registrierenden Leistungsmessungszähler ausgelesen werden. Das übernehmen wir jetzt auch immer mehr und mehr für Stadtwerke. Das wächst auch gerade stark. Wir haben es ja auch in der Mittagspause, glaube ich, schon mal angeschnitten. Das ist ein super spannendes Umfeld auch gerade. Und jetzt bewegen wir uns gerade dahin, ich denke, es ist in vieler Munde auch, Steuern in der Niederspannung, Paragraf 14a, da baut das Nordoptimum jetzt gerade auch das System auf, dass wir, also dass die Stadtwerke, die Netzbetreiber eben die Möglichkeit haben, wenn wirklich Engpässe im Netz sind, bevor das Netz eben zusammenbricht oder bevor Betriebsmittel ausfallen, wirklich steuernd einzugreifen und dann sogenannte Paraffin-A-Anlagen, also steuerbare Verbrauchseinrichtungen, dann etwas runterzuregeln, dass eben das Netz stabil bleibt. Also unheimlich viele unterschiedliche Aufgaben sicherlich, die auch bei euch im Haus irgendwie erledigt werden müssen. Natürlich auch eine wilde Zeit, so ein bisschen eine wilde Zeit, Entschuldigung, die jetzt hier gerade vor uns allen liegt und mit diesem ganzen Smart-Meter-Rollout gedöhnt und so. Ihr habt viele unterschiedliche Kunden, verschiedene Gesellschafter, also ja, Osnabrück und Münster so als Nukleus, sozusagen als Startpunkt. Rudi, ihr seid ja auch super kommunikativ. Also ihr macht hier eben diese ganzen Veranstaltungen. Warum macht ihr die und wie wichtig ist eigentlich Kommunikation jetzt in dem Zusammenhang eigentlich, den ihr hier zu Schultern habt? Ich würde fast mal sagen, dass das mit einer der Kernpunkte ist, der Smart Optimo ausmacht. Vielleicht nochmal ein bisschen ausschreiben, wo kommen wir her? Wir haben einen Auftrag gekriegt von zwei großen Häusern, helft mir doch mal beim Smart-Meter-Rollout zukünftig. Da haben dann viele andere gesagt, boah cool, wenn das da schon ein Unternehmen macht, dann möchte ich da auch gerne mitmachen. Dann haben wir halt eine Basis gehabt, die vor allem systemseitig war. Was brauche ich für Systeme, um das Messwesen irgendwie zukünftig zu digitalisieren? Aber das Ganze bleibt ja letztendlich dann im Stadtwerk immer an einzelnen Köpfen hängen. Und es ändert sich, wir haben gerade hier gesagt, wilde Zeit. Es ändert sich so viel, auch in den letzten Jahren, dass es extrem schwierig ist, für die einzelnen anderen Personen da auch den Überblick zu behalten. Also die Kommunikation, Know-how-Aufbau, irgendwie gemeinsame Erarbeitung von Konzepten, Vordenken von Dingen, das ist, glaube ich, mit so der Kern, der Stadtwerke dann auch zu Smart Optimo bringt. Und gerade war Ingo Lübcke, unser Marketing- und Veranstaltungsleiter hier noch mit im Raum. Der würde dir dann eiskalt widersprechen, wenn du sagst, Optimo ist kein Think Tank. Weil tatsächlich gerade so unser Beratungsgeschäft, das fußt halt schon darauf, dass wir sagen, okay, wie sieht das Stadtwerk, keine Ahnung, 2030, 2035 aus, vielleicht auch 2025, jetzt im Hinblick auf dynamische Tarife, also es muss ja gar nicht immer zehn Jahre in der Zukunft sein, aber was sind so die aktuellen Herausforderungen? Immer irgendwie mit Messwesenbezug, also Messwesen ist halt unser Kerngeschäft, aber das strahlt halt, das merken wir in den letzten Jahren, immer mehr in den VNB, also in den Marktrollennetzbetreiber rein, aber auch in den Lieferanten. Und davon ausgehend quasi bauen wir so unser Beratungs- und unser Veranstaltungskonzept auf, dass wir halt sagen, okay, liebe Stadtwerke, wir wissen, irgendwie Personal ist immer schwierig zu kriegen und jeder hat auch irgendwie den Schreibtisch voll. Wenn ihr zu uns kommt, dann kriegt ihr halt nicht nur irgendein System, soziale Fernauslesung oder zur Gateway-Administration, sondern wir nehmen euch auch mit bei den Tätigkeiten, die drumherum notwendig sind. Wir erklären dir, warum wir Dinge tun, warum du zukünftig Dinge tun musst. Und das kannst du dann wiederum nehmen und mit im Stadtwerk in die eigenen Diskussionen mit zur Geschäftsführung transportieren. Also so Wissensvermittler, Wissenskomprimierer, wir haben das intern auch mal als Arbeitstitel, irgendwie so Komplexitätsmanager für Stadtwerke, dass wir versuchen, Dinge runterzubrechen auf die nächsten Aufgaben, die jetzt anstehen. Das ist auch mit unser Job. Okay, genau. Also ihr habt viele unterschiedliche Veranstaltungen, die ihr macht. Und jetzt gibt es natürlich auch Leute, die das gerne hören wollen. Also ihr macht ja oder dabei sein wollen, das kann man ja nicht nur hören wie so einen langweiligen Podcast, sondern da wird ja auch was gezeigt. Ihr seid live beieinander, ihr macht Webinare und so ein Zeug. Ist es denn so, dass man jetzt Kunde bei euch sein muss, um dabei sein zu dürfen? Wir finden uns da, glaube ich, auf einer ganz interessanten Reise, gerade mit vielen Stadtwerken. Genau, wie Rudi auch schon angesprochen hat, das ist nicht nur, dass wir die Systemseite abbilden, die ich vorhin beschrieben habe, sondern eben auch die Kunden mitnehmen und sagen, hey, wenn wir irgendwo Themen haben, die wir zusammen besprechen können, dann lasst uns dieses Netzwerk, was wir haben, doch einfach nutzen und gemeinsam loslaufen. Und da beziehen wir uns auch gar nicht unbedingt auf das Kernnetzwerk, sondern das erweitern wir auch gerne. Da kann jeder dazukommen, der Interesse an den Themen hat. Da sind wir ganz offen. Wir erleben das jetzt auch gerade sehr dynamisch, gerade in dieser Stadtwerke-Treffpunkt-Vertrieb-Reihe, die wir vorhin schon mal angesprochen haben. Wir sind mit sieben, acht Stadtwerken gestartet. Jetzt kommen immer mehr dazu, die einfach sagen, hey, was macht ihr da gerade? Da möchte ich auch mitmachen und dann auch genau die Frage stellen, die du gestellt hast. Muss ich Kunde sein bei euch? Und da können wir ganz klar sagen, nein, da ist jeder herzlich eingeladen mitzukommen. Ja, cool. Also ich habe heute Morgen die Veranstaltung hier begleiten dürfen, so ein bisschen mit einem Auge und einem Ohr sozusagen drin in dem Stadtwerke-Treffpunkt-Vertrieb-Online. Und ich glaube, es waren so um und bei 30 Leute oder so, die da drin waren. Es war schon recht voll und ich hatte so schon auch den Eindruck, dass da sehr komprimiert und fokussiert sozusagen die Leute dabei waren. Genau, Stadtwerke-Treffpunkt-Vertrieb, das ist jetzt so ein Name. Und natürlich steckt da drin Stadtwerke und Treffen sowieso, aber auch Vertrieb, heißt also irgendwie in Richtung Geld verdienen gedacht zumindest. Ihr habt aber noch andere Formate. Vielleicht, Rudi, wenn du mal so einen kleinen Überblick über das geben magst, was ihr alles so an Veranstaltungen macht und mit welchem Fokus die ausgestattet sind. Sehr gerne. Wir haben im Grunde relativ schnell, als das Netzwerk gewachsen ist, nachts vor neun, haben wir auch diese Netzwerkreihen etabliert. Und das ist klassischerweise bei uns der Stadtwerke-Treffpunkt und das Kooperationsprojekt Technik. Das sind immer eigentlich Veranstaltungen, die im Tandem passieren, mit dem Fokus auf Messwesen verantwortlichen, auf VNB, Marktrolle. Genau, das ist so die Kernveranstaltung quasi, wo wir herkommen. Das haben wir über eine relativ lange Zeit rum gemacht. Also haben wir jetzt ja dann auch Zehnjähriges gehabt in der Veranstaltungsreihe. Ich hatte es vorhin auch bei Mittagessen schon mal erzählt. Wir zählen 90 Stadtwerke zum erweiterten Netzwerk. Das heißt, wir haben da regelmäßig veranstaltet. Vor Corona war es so, dass wir wirklich auch in die Regionen gefahren sind, in vier Teilregionen in Deutschland, die sind Stadtwerketreffpunkte und Kooperationsprojekt Technik vor Ort, nicht digital, sondern live und zum Anfassen quasi durchgeführt haben. Mit Corona kam dann natürlich eine starke Einschränkung, was so die Reisetätigkeit anging. Und dann hatten wir aber auf einmal Online-Veranstaltungen, wo wir mit 100, 10, 120 Leuten drin waren. Und je weiter wir so in dem Themenfeld vorangeschritten sind, wurden so ein paar Themen immer handfester auch mit Auswirkung auf die Lieferanten. Und dann haben uns die Netzbetreiber gesagt oder die Messwesenverantwortlichen, die da drin sitzen, ja Mensch, das ist total spannend, was du mir gerade erzählst, aber eigentlich muss das mein Vertrieb auch mal wissen, was hier los ist. Und das war der Ansatz, wo wir dann 2021 gesagt haben, okay, wir erweitern diese Netzwerkreihe. Wir machen nicht nur den Stadtwerke-Treffpunkt, wie wir ihn bisher machen, sondern wir unterteilen den Stadtwerke-Treffpunkt Netz. Das ist die bestehende Veranstaltung und wir machen neu dazu den Stadtwerke-Treffpunkt Vertrieb. Und das ist, wie gesagt, jetzt seit Anfang, Mitte 2021. Dann haben wir jetzt, wie viel, drei Jahre bald rum. Genau, drei Jahre haben wir rum. Das ist ja auch schon Mitte 24. Ja, genau, ich muss auch gerade kurz überlegen. Aber genau, deswegen haben wir das jetzt vertriebseitig erweitert, unser Netzwerk quasi. Darüber hinaus haben wir einmal im Jahr ein Forum Netz und Vertrieb. Das ist unsere jährliche Kundenveranstaltung oder die kleine interne Branchenmesse. Die findet immer im Präsenz statt, in den letzten Jahren in der Regel in Münster im November, dieses Jahr im September aus Neubrück, wo wir einen Veranstaltungstag mit Plenumsvorträgen, Diskussionsrunden, auch wir hatten einen Kollegen Timo Eggers ja auch schon mal da, der dann Diskussionsrunden geleitet hat, teilen uns dann auch immer wieder auf in Fachforen, die entweder vertriebseitig Themen bearbeiten oder netzseitig. Genau, das ist auch zum Beispiel so ein Thema, da kann jeder gerne, das ist so der klassische Ansatzpunkt, um mal ins Smart Optima Netzwerk reinzuschnuppern. Also da kann jeder sich einfach anmelden über unsere Homepage, da sind wir überhaupt nicht daran gebunden, wer jetzt Gesellschafter oder Kunde in irgendeinem Systemprodukt ist, da kann man einfach kommen und sich den Tag gerne mit anhören. Das ist auch so ein aktiver Tag. Also ich habe schon irgendwie mitgenommen, dass das nicht nur so frontal unterrichtsmäßig ist, sondern eben schon aktiv. Wir haben auch eine kleine Ausstellung drumherum. Also wir haben irgendwie 10, 15 Ausstellerplätze, also eine kleine Messe noch drumherum. Wir haben am Vortag auch noch immer Veranstaltungen. Das ist dann jetzt zum Beispiel der Stadtwerke Treffpunkt Vertrieb, den wir am 17.09. machen am Vortag. Dann ist unsere Gesellschafterversammlung da, wo die 33 Gesellschafter zusammenkommen zu einer Gesellschafterversammlung in Präsenz. Wir haben das Kooperationsprojekt Technik, wo alle Messwesen-Verantwortlichen da sind. Dann gibt es eine gemeinsame Abendveranstaltung am nächsten Tag, dann diesen Kundentag, wo wir tatsächlich auch gerne interaktiv nochmal arbeiten, wo wir uns auch immer wieder mal aufteilen in Kleingruppen und sowas. Und vielleicht noch neben diesen wiederkehrenden Netzwerkveranstaltungen haben wir sogenannte Plattformprodukte, so nennen wir das interner Arbeitstitel oder interner Titel. Das sind im Grunde nochmal spezifischere Arbeitsgruppen zu einem bestimmten Thema. Und wir haben zum Beispiel auch jetzt dynamische Tarife, wenn wir da nachher darüber reden. Das Thema Aufsatzmodule ist ja durchaus auch was, was man diskutieren kann. Die Optokoppler sozusagen. Genau. Nutze ich die, nutze ich die nicht? Warte ich auf Smart Mieter Gateway? Und da haben wir vor – das war 2019, als ich zu Smart Optimo kam – da hatten wir Anfragen aus dem Gesellschafterkreis, die dann gesagt haben, Mensch, ich habe das gehört, irgendwie die Leute machen das mit diversen Anbietern. Wieso machen die das und was ist denn das überhaupt und was bringt das für mich daraus? Und Smart Optimo, könnt ihr das nicht mal für mich aufarbeiten? Und dann haben wir das mal im Netzwerk so Interessensbekundung, wer hat denn Lust daran? Dann kamen zwölf Stadtwerke zusammen und daraus ist dann die Plattform Moderne Messeinrichtungen, so hieß es damals, der Produktname entstanden, wo wir dann zweieinhalb Jahre lang mit zwölf Stadtwerken das genau untersucht haben. Warum machen das Stadtwerke? Was bieten die einzelnen Anbieter an? Welche Vor- und Nachteile gibt es? Welches Geschäftsmodell steht dahinter? Und da sind wir im Grunde völlig offen, wenn wir zu irgendeinem Thema, immer irgendwie mit Messwesenbezug, weil das ist nun mal unsere Kernkompetenz, ein Interesse haben oder einen Bedarf haben, dann stehen wir da zur Verfügung, das auch gemeinsam zu erarbeiten. Und dann organisiert ihr sozusagen dieses Netzwerk und nehmt den Hut, macht Termine, quatscht mit Leuten. Ja, genau. Wir haben dann auch uns die einzelnen Anbieter angeguckt. Wir haben die auch eingeladen. Wir haben eine Marktabfrage gemacht, so wer kann eigentlich was. Haben das versucht, irgendwie vergleichbar und transparent zu machen, sodass die Stadtwerke tatsächlich dann, die haben das bei uns beauftragt damals, diese Beratungsleistung und haben wir, glaube ich, im Rahmen von vier, fünf Workshops über so ein Jahr verteilt oder anderthalb Jahre, haben wir dann quasi bis hin zu einer Entscheidungsvorlage für die Geschäftsführung, soll Stadtwerke XY einsteigen mit diesem Produkt, ja oder nein, dass sie das quasi dann so vorgefertigt für sich kriegen. Ja, super, cool. Auch sehr vielschichtig eigentlich. Jetzt springen wir wieder zurück auf den Stadtwerke Treffpunkt Vertrieb. Und das, was heute passiert ist, das ist ja nicht das erste Mal gewesen, dass ihr zum Thema dynamische Tarife eingeladen habt. Aber wie ist dieser Teil der Veranstaltung sozusagen entstanden? Warum habt ihr da diese extra kleine Reihe gemacht sozusagen jetzt? Das ist eigentlich ein ganz spannendes Thema. Wir haben das eigentlich so entwickelt, wie wir es immer entwickeln. Wir sind mit den Kunden ins Gespräch gegangen und haben gefragt, was sind denn Themen, die euch gerade irgendwie bedrücken, wo müssen wir mal drüber reden, was hat Gesprächsbedarf und da ist eben rausgekommen, dass wir jetzt dynamische Tarife einfach behandeln wollen und dann haben wir mal geschaut, was gibt es denn für grobe Themenfelder, haben das mal abgesteckt, welche Punkte gibt es im Produktmanagement dann eigentlich so zu beachten. Das haben wir dann auch wieder reingeworfen ins Netzwerk und haben gesagt, hey, das ist unser Plan hier, das wollen wir mal gemeinsam erarbeiten, wie ist euer Interesse daran und da haben wir recht schnell die Rückmeldung bekommen, dass das so die Punkte sind, die wir rausgefiltert haben, die eigentlich relevant sind. Dann haben wir das Ganze mal aufgeteilt in verschiedene Veranstaltungsreihen. Wir sind dann im letzten November auch gestartet, haben uns im letzten November dann anfänglich mal mit dem rechtlichen Teil beschäftigt. Also was müssen wir überhaupt umsetzen? Wo sind wir in der Regulatorik? Wo finden wir uns da ein? Haben aber gleichzeitig mal geschaut, was bewegt denn so den Markt? Also was ist gerade los? Welche Stadtwerke sind schon mit dynamischen Tarifen unterwegs? Welche kommen jetzt gerade? Welche großen Player, die man ja kennt, gibt es schon auf dem Markt? Man hat uns mal angeschaut, was deren Geschäftsmodelle sind, wo die vielleicht Margen ziehen, was die für Modelle einfach dann anbringen an den Markt. Dann sind wir weitergegangen und haben dann im Anschluss an diese Veranstaltung bzw. sogar in der Veranstaltung selber noch das Wortanalyse auch erstellt, bin ich stattwerken gemeinsam, haben geguckt, wo können wir stärken, wo haben wir Schwächen, wo sind riesige Chancen und was können wir da mitnehmen für unser Produkt dynamischer Tarif, um dann in der kommenden Veranstaltung das Ganze nochmal wieder aufleben zu lassen und zu schauen, was können wir jetzt mit diesen Stärken machen und das dann auch quasi auf die verschiedenen Wertschöpfungsstufen auszurollen. Der dynamische Tarif, der besteht aus, so haben wir es zumindest analysiert, verschiedenen Wertschöpfungsstufen. Wir haben das Grundprodukt aus einer Lieferung und Abrechnung. Dann haben wir aber festgestellt, naja, dieser Tarif wird erst interessant, wenn der Kunde was zum Anfassen hat. Und das ist dann diese nächste Wertschöpfungsstufe Visualisierung, die wir dann eben mit reingebracht haben, wo wir gesagt haben, da fängt das Ding an langsam interessant zu werden für den Kunden. Und dann weiter zu schauen, jetzt brauchen wir aber auch irgendwie eine Möglichkeit, dass der Kunde aktiv mitwirken kann. Also wir brauchen irgendwie Hardware. Dann zu gucken, können wir bei dem Kunden, irgendwie können wir dem Kunden noch Hardware dazu liefern. Da sind wir bei den großen Abnehmern, wie Wärmepumpen, Wallboxen, vielleicht auch eine PV-Anlage dazu, die sich einfach super integrieren lässt in den Tarif. Und dann wieder weiter gedacht und zu sagen, naja, aber kein Kunde wird jetzt nachts um zwei irgendwie seine Wärmepumpe anstellen oder abstellen oder nach draußen gehen und seinen Wallbox plötzlich irgendwie, oder seinen Stecker an die Wallbox zu schließen, um das Auto zu laden. Das muss automatisiert laufen. Und dann sind wir genau im Thema Energiemanagement, dass wir da irgendwo eine Plattform brauchen, die basiert ist, zum Beispiel in der Cloud oder sowas, die dann quasi dieses Energiemanagement für den Kunden übernehmen kann. Und dann im letzten Schritt können wir dann noch schauen, wie kann das Stadtwerk sich selber noch optimieren, um dann quasi den Kunden, der jetzt hier irgendwie digital ist, durch den ganzen Messsystem mitzunehmen und zu sagen, hey, das, was du jetzt an Energie verbrauchst, das kaufen wir auch genau in dem Zeitpunkt ein, wo du es verbrauchst, um dann noch einfach die Beschaffungsstrategie nochmal anzupassen. Da haben wir diese verschiedenen Wertschöpfungsstufen jetzt mal angeschaut, haben geguckt, was müssen wir da eigentlich umsetzen, was müssen wir da machen, ist unser ERP-System bereit, brauchen wir irgendwo Dienstleister, wenn ja, welche Dienstleister können wir nehmen, haben das mal diskutiert im Plenum, genau, und sind dann jetzt heute tatsächlich, wo du ja dabei warst, auch letzten Teil unserer Dienstleister-Pitches gelandet und haben auch verschiedene Dienstleister eingeladen auf den verschiedenen Wertschöpfungsstufen, haben uns mal angehört, was die sozusagen haben, ob das zu den Geschäftsmodellen der Stadtwerke, zu den Vorstellungen der Stadtwerke passt. Und ich glaube, das ist ein recht guter, cooler, besserer Start gewesen, um mal zu konsolidieren, wo wollen wir als Stadtwerk eigentlich hin. Ja, die Stadtwerke stehen ja, wenn sie so etwas einführen wollen, wie ein dynamischer Tarif, natürlich auch bei vielen anderen Produkten vor einer relativ großen Menge an Herausforderungen. Also erst mal quantitativ, wie die sich qualitativ darstellen, ist nochmal eine andere Frage. Aber ich muss irgendwie erst mal ein Produkt entwickeln, muss gucken, wie kann ich das abrechnen, wie kann ich das in den Markt bringen, welche Dinge davon mache ich selber, welche Dinge kann ich vielleicht irgendwie sinnvoll, du hast es gerade gesagt, Dienstleister, Pitches, was kann ich davon einkaufen. Wenn du jetzt mal so die Top-3-Herausforderungen mal als ganz subjektives Bild von dir rauspflücken sollst, was du jetzt in den letzten Veranstaltungen hast wahrnehmen können, was ist das für dich, wo haben wir die größten? Ist jetzt gemein, ich hau dir jetzt mal die Herausforderungen an die Backe und Rudi kriegt gleich von mir die Chancen. Aber die... Du hast ihn jetzt vorgewagt. Ja, das stimmt, genau. Also Rudi, wenn du jetzt die drei besten Herausforderungen mal oder die größten Herausforderungen mal benennen solltest, welche wären das? Welche hast du da so wahrgenommen in den letzten Wochen und Monaten? Ich glaube, eine große Herausforderung ist das ganze systemreitige Abbildung. Da machen sich viele Stadtwerke Gedanken. Schafft das mein ERP-System? Brauche ich ein anderes Abrechnungssystem? Wie kriege ich das hin, das zukünftig so tatsächlich für den Kunden aufzubereiten? Zur systemseitigen Abbildung zähle ich dann aber auch noch erweitert dazu das ganze Thema Visualisierung. Ich brauche irgendwie eine App und sowas. Das muss alles irgendwie integriert werden. Das muss effizient zusammenspielen. Das ist so das eine Thema. Das andere Thema, was aber, das ist ja de facto noch eine Einschränkung, was aber vielleicht von Vertriebsseite auch so ein bisschen als kleine Ausrede genommen wird. Das Thema intelligente Messsysteme, die gibt es ja noch gar nicht überall. Da muss ich auch noch nicht aktiv werden. Genau, ja. Und vor allem macht es es ja eher schwierig für mich, dass ein Produkt zu vertreiben, das darauf basiert, aber meine Kunden haben das noch gar nicht. Ich kann das durchaus verstehen. Ich will das auch gar nicht kleinreden. Der Smart Mieter-Rollout steht jetzt erst am Anfang zum Massengeschäft. Wir reden noch nicht davon, dass irgendwie 50, 60, 70 Prozent der Kunden so ein Ding haben, vor allem nicht in der relevanten Zielgruppe. Das sind dann ja oft auch vielleicht Haushaltskunden oder kleine Prosumer oder Elektromobilisten. Das ist schon valide, der Punkt. Und das ist auch tatsächlich noch eine Herausforderung und eine Hemmnis. Nicht umsonst gibt es dieses Mieterinitiative von Tibber und Co., die halt auf die GMSBs zugehen. Und das Dritte, würde ich mal sagen, das ist so die interne, das ist vielleicht auch ein Zusammenspiel aus ganz vielen Dingen, aber das ist die interne Diskussion im Stadtwerk. Glaube ich daran, dass das wirklich der Game Changer jetzt im Energiemarkt wird oder das muss ja aber nicht der Game Changer werden, aber dass es wirklich ein signifikantes Geschäftsmodell zukünftig wird und wenn ich das mit Ja beantworte, dann erlaubt es mir ganz viele zukünftige Fragen vielleicht auch mit mehr Mut anzugehen, wie ich hole mir jetzt einen Dienstleister und ich sorge dafür, dass meine Systeme gut ineinander greifen, aber es gibt auch noch genauso viele Stimmen im Stadtwerk, so ist mein Gefühl, oder das ist die Rückmeldung aus der Runde zumindest, die dann noch nicht so entschieden sind und die dann eher zurückhaltend sind und sagen, ja, lass uns doch erstmal warten, was da überhaupt an Kunden kommt und wenn es am Ende nur 10 oder 20 Kunden sind in 25, dann kriegen wir das ja doch irgendwie mit Excel hin. Oder dann haben wir, du hast vorhin uns auf Regulierung angesprochen und dass wir ja irgendwie in einem Markt unterwegs sind, der stark reglementiert ist und mit zur Wahrheit gehört auch, dass wir diese Themenschwerpunktreihe gemacht haben, weil nun mal der Gesetzgeber zum 1.1.25 ins Gesetz geschrieben hat, liebe Stadtwerke, ihr müsst das jetzt alle umsetzen. Wäre diese Verpflichtung nicht da, würde ich jetzt mal prognostizieren, dann wäre bei einem guten Konzept, was wir uns hier überlegt haben, vielleicht die Resonanz auf unsere Veranstaltungsreihe auch nicht so hoch, wie sie jetzt gerade ist. Also der Gesetzgeber hat durchaus Macht, ist mächtig in dem, was er sagt und sorgt dann dafür, dass die entsprechende Aufmerksamkeit sozusagen auf dem Thema auch ist. Janusz, jetzt hast du tatsächlich die Chancen abgekriegt. Wie guckst du da drauf nach eurer Veranstaltungsreihe auf die Chancen? Was wären so die drei Punkte, die dir da so top of mind sind? Genau, ich glaube, das ist eine gute Frage auf jeden Fall. Wenn wir jetzt mal vielleicht auch außerhalb von Deutschland einfach weiter gucken, das machen wir auch gerne ja als Deutsche irgendwie, wir schauen in die Welt rein und sagen, alle machen es irgendwie anders als wir. Und beim Thema intelligentes Messsystem ist es, was ja die Basis für einen dynamischen Tarif irgendwo ist, es ist ja auch nochmal wieder anders bei allen. Also die Italiener, die Spanier, die Finnen, die Schweden, Großbritannien, die sind alle viel, viel weiter schon im Rollout. Teils in der zweiten oder dritten Generation. Also die haben wirklich in der Fläche schon die Basis für dynamische Tarife drin. Und wir sehen es jetzt halt auch in Schweden konkret. Die 70 Prozent der Stromkunden in Schweden haben tatsächlich faktisch gerade einen dynamischen Tarif. Und genau das, glaube ich, wird auch in Deutschland passieren. Wir haben gerade hier die Chance als Early Adapter in diese Phase reinzugehen, Dinge auszuprobieren, friendly User anzuholen, die die einfach Lust haben, hey ich möchte mal einen Dynamischen Tarif probieren, lieber Stadtwerk, was ist das denn überhaupt? Zeig mir das mal, dass wir diese Leute mitnehmen und dann quasi daran wachsen können. Wir können als Stadtwerk und das ist glaube ich so die größte Chance, die wir haben, jetzt einfach lernen. Wir können uns im Markt platzieren, wir können von großen Playern wie Tibber, wir können von 1,5 können wir auch einfach Sachen lernen und mitnehmen. Wir können mit unseren Kunden lernen, wir können IT-Systeme aufbauen, wir können mit Dienstleistern zusammen lernen. Ich glaube, das ist so die Kernchance, die wir gerade haben. Zudem können wir dann auch eben die Menschen direkt mitnehmen. Ich glaube, das ist ein großer Punkt, auch das Thema Marketing. Wenn jetzt ein Kollege in der Straße hat diesen dynamischen Tarifschwund und erzählt allen seinen Nachbarn, hey, ich habe heute und gestern jeweils drei Euro gespart. Ich fahre mit meinem Elektroauto auf drei, vier Euro pro 100 Kilometer unterwegs oder teils sogar umsonst, wenn ich einen guten Tag habe, dann ist das auch ein großer Marketingvorteil für die Stadtwerke, weil die dann schon sagen können, wir sind in diesem Thema drin und wenn die Kunden über uns reden, dann kommen wir ins Gespräch und haben dadurch einen Vorteil. Ich glaube, der dritte Punkt ist tatsächlich auch wieder dieses Thema Marketing. Stadtwerke sieht man oft ein bisschen alt aus gegenüber dem ganzen dynamischen Marktumfeld. Wenn wir jetzt mit einem dynamischen Tarif reingehen, dass die Kunden einfach sagen, hey, da ist wieder jemand bei mir im Ort, da ist jemand bei mir in der Stadt, der geht voran, der hat Lust, der will was machen. Und ich glaube, das passt gerade richtig gut in diese Zeit dann auch. Ich gucke natürlich auch drauf auf den Markt und sehe natürlich dann ganz unterschiedliche Anbieter. Einer der Pioniere ist sicherlich Tibber. Da auch zu nennen, kommt erst mal in den Markt mehr oder weniger hemmsärmelig, guckt eigentlich gar nicht besonders auf die Smart-Meter-Thematik, bietet erstmal einen dynamischen Tarif an und fängt erstmal an, Kunden anzubinden, wollte ich gerade sagen, also zu gewinnen dafür. Mittlerweile, du hast es auch gerade gesagt, 1,5 ist so ein gern genommenes Beispiel. Unicorn macht ein sehr umfassendes Energieprodukt letzten Endes. Da fallen ja schon von diesen beiden neuen Playern schon große Unterschiede auf. Wenn Tilber jetzt nicht sagt, du musst von mir eine Wärmepumpe und ein Hausdach kaufen oder ein PV-Dach. Er sagt 1,5. Bei mir kriegst du alles und im besten Fall nimmst du das auch alles komplett von mir, weil nur dann wird es erstmal richtig gut steuerbar. Wie guckst du chancenseitig einfach einmal drauf, wer von beiden hätte am Ende die Nase vorn aus deiner Sicht, wenn es nur die beiden gäbe? Das ist interessant. Wenn man jetzt auf Marktkapitalisierung gucken würde, würde ich ganz klar sagen, dass 1,5 auch vorne ist. Wenn man so mal zurückbricht, wir haben uns diese Wertschöpfungsstufen ja damals auch genau deshalb überlegt, weil wir einfach glauben, man muss irgendwie ein Ökosystem beim Kunden aufbauen und genau das macht 1,5 gerade, glaube ich. Davon abgesehen, wenn wir jetzt mal Richtung 1,5 fragen würden, Richtung Tipper fragen würden, ich glaube, die würden sich vielleicht gar nicht so direkt als Konkurrenten sehen. Ich glaube, die können nebeneinander ganz gut leben auch. Aber so vom Grundgedanken her, den ich auch beim dynamischen Tarif habe, ist es halt nicht nur der Tarif selber, sondern eben das ganze Ökosystem, was wir dann beim Kunden aufbauen, den Kunden mitnehmen, Touchpoints schaffen. Du hast mir bei einem Stadtwerk irgendwie eine Wärmepumpe gekauft. Du kannst sie gleich auch bei mir optimieren mit einem dynamischen Tarif von mir. Du kannst gleich auch eine Wallbox dazu nehmen. Die können wir sofort integrieren in unsere Stadtwerke-App. Wir treten dann wieder als Stadtwerke natürlich auch. Aber zurück zu deiner Frage. Kurz zu antworten. Ich glaube 1,5 ist ganz gut aufgestellt. Okay, genau. Jetzt gucken wir auf 1,5 Grad, sehen, dass da eine sehr umfassende Leistung hinter steckt und ich erweitere nochmal den Kreis um einen anderen bundesweiten Anbieter, das ist Lichtblick, auch Pionier im Ökostrom gewesen. Hat eine Menge Community, also richtige Fans, würde ich sagen, dabei. Die haben jetzt die Installien gekauft, machen daraus die Lichtblick Energy as a Service und packen so einen Stromwallet damit ran als zusätzliches Add-on zu einem dynamischen Stromvertrag, natürlich auch zu einem Ökosystem. Also ich glaube, da greifen die schon auch 1,5 an. Aber während jetzt sozusagen da schon Finessen an den Stromtarif rankommen, also Prosumer Finessen, nicht mehr einspeisen für 7 oder 8 Cent, sondern am Ende in einen Wallet rein, Direktvermarktung, andere Kapitalisierung von – na Kapitalisierung, okay, also bei Prosumern reden wir nicht von so irre viel Geld, aber zumindest kommen da ein paar mehr Cents dabei raus. Da wird an cleveren Stromprodukten geschraubt, während die Stadtwerkewelt im Moment immer noch von einer Parallelverschiebung der Ehehead-Kurve redet. Haben die Stadtwerke aus deiner Sicht, Rudi, überhaupt noch eine Chance gegen die Großen oder werden die auf lange Sicht weggaloppieren? Das glaube ich nicht. Ich glaube, da gibt es noch genug Chancen für Stadtwerke, weil der Markt auch ehrlicherweise einfach groß ist. Ich sehe auch eine große Herausforderung, die auch 1,5 zum Beispiel hat, ist, wir sind jetzt in der Phase, wo irgendwie die Innovatoren da vorangehen in dem Bereich. So in der breiten Masse der Gesellschaft ist das ja noch kein Thema. Und wir werden zukünftig auch darüber reden, dass wir irgendwie ganz viele Systeme miteinander integrieren und harmonisieren müssen. Also dann gibt es ganz viele Bestandswärmepumpen, dann kann 1,5 kommen und sagen, hier, ihr müsst aber meine Wärmepumpe nehmen, da ist aber schon eine. Weil da ist auch schon eine Wallbox und da sind auch schon viele andere Themen. Da muss man sich auch dann tatsächlich so aufstellen als Player, dass derjenige, der es schafft, da irgendwie integrativ unterwegs zu sein, der hat dann, glaube ich, am Ende die Nase vorn. Und um auf Stadtwerke zurückzukommen, ich glaube, wir können das so ein bisschen vergleichen mit dem Hochlauf der E-Mobilität. Ich habe heute Morgen einen Podcast gehört, wo ein ehemaliger VW-CEO gesprochen hat. Das kann man vielleicht miteinander vergleichen. Also die Stadtwerke haben, glaube ich, regional eine unglaublich starke Marke. Genau wie vielleicht der deutsche Automobilmarkt ja auch sogar weltweit eine richtig starke Marke hat. Und jetzt kommen da Player rein im Automobilmarkt, sind es dann Tesla auch schon seit Jahren oder die chinesischen Hersteller, die in diesen Produkten E-Mobilität richtig weit vorne sind. Trotzdem, wenn ich jetzt zum Beispiel mal so die Generation meiner Eltern angucke, würden sie wahrscheinlich trotzdem eher einen VW oder einen Audi kaufen anstatt einen BYD. Und genauso auf die Stromseite jetzt transformiert, gibt es da richtig coole Anbieter und ich finde das auch wirklich bemerkenswert und cool zu sehen, was Tiva und 1,5 und auch Sonnen- oder Lichtblick auf die Beine stellen oder Octopus Energy. Ich glaube aber, in der breiten Masse der Bevölkerung haben die Stadtwerke immer noch so viel Rückhalt, dass wenn sie so ein Produkt haben, was dann vielleicht nicht auf den letzten Cent konkurrenzfähig ist mit 1,5. Aber dann werden im Zweifel immer noch x Prozent der Gesellschaft, ich sage jetzt bewusst keine Zahl, werden dann sagen, okay, wenn das mein Stadtwerk auch macht, dann mache ich das bei meinem Stadtwerk. Und da ist der Zug noch nicht abgefahren, weil wir jetzt gerade ja auch da in dem Bereich erster sind, dass wir irgendwie so, ich weiß nicht, ob wir über Innovatoren schon hinaus sind bei Early Adaptern oder aber die frühe Mehrheit ist es auf jeden Fall noch nicht. Also da kommt ja der große Berg der Gesellschaft, der kommt ja erst noch irgendwann in den nächsten Jahren. Ja genau, im Moment wird sehr viel darüber gesprochen. Natürlich viel mehr im Bereich der im Kreis derjenigen, die sich da auch beruflich und professionell mit auseinandersetzen müssen. Was dann aber logisch folgt, ist natürlich schon auch die Breitenwirkung. Irgendwann wird es tatsächlich in den Nachbarschaften landen und die Leute werden sich darüber unterhalten. Janis, du hast es ja vorhin auch schon erwähnt, wenn die Leute erst mal untereinander anfangen zu reden und sich gegenseitig schlau machen, dann bricht so ein Produkt sich irgendwann Bahn und wird dann massenmarktfähig und massentauglich. Jetzt haben wir unterschiedliche Aspekte. Also jetzt gucken wir einmal, haben wir natürlich auf die technische oder auf die regulatorische Seite geguckt. Der Gesetzgeber sagt, das musst du machen, lieber Energieversorger. Dann gibt es technische Hürden, die bewältigt werden müssen. Und es gibt Wettbewerbe, die schon Sachen vormachen, die cool funktionieren. Was dabei vielleicht manchmal unter den Tisch fällt, ist ja, dass der Gesetzgeber irgendwie ja die Chance gesehen hat, Erzeugung von erneuerbarer Energie und den Verbrauch von erneuerbarer Energie durch einen dynamischen Stromvertrag so ein bisschen zu synchronisieren. Wie guckst du drauf, Janis, wenn wir das noch mal mit zum Bestandteil von Marketing machen, was für Chancen können sich da sozusagen Stadtwerke noch greifen, um da regional nochmal einen Aufschlag mitzumachen? Ich glaube, da können wir die Kunden auch ganz gut mitnehmen. Also dass wir einfach sagen, du kannst hier bei unserem Stadtwerk einen dynamischen Tarif nehmen und das Netz quasi unterstützen. Du kannst dafür sorgen, dass regional die Netzengelder zum Beispiel sinken. Wir haben das jetzt oder ich habe das bei Stadtwerken in Osnabrück zum Beispiel oft gesehen oder gehört eher, das ist auch schon mal berichtet, im Kaufland bei uns in Osnabrück, da machen die Werbung für lokal erzeugten Strom, also Grünstrom, der auch wirklich aus der Region kommt. Das könnte man jetzt vielleicht mal verknüpfen und sagen, du könntest den Grünstrom quasi dann kaufen, wenn bei uns in Osnabrück, das ist der Piesberg, wo die drei Windkraftanlagen stehen, es gibt auch noch mehr von den Stadtwerken, aber das sind so die prägnantesten, die man aus der ganzen Stadt sehen kann, dann könnte man wirklich sagen, du kannst diesen Strom jetzt günstig bekommen, wenn diese drei Windanlagen da oben zum Beispiel laufen und dann guckt der Kunde in seine App und sieht, cool, Strom ist gerade günstig, guckt hoch zum Piesberg und sieht die Windkraftanlagen laufen. Ich glaube, das wäre einfach so ein regionales Ding noch, wo die Kunden einfach sagen würden, cool, das ist mal Energiewende zum Anfassen. Jetzt habe ich gerade tatsächlich ein Bild im Kopf, wo man sonst so in diesen Apps, auch bei Tibber und so, siehst du die Stromverlaufskurve und da könnte man dann praktisch diese drei prägnanten Windräder wahrscheinlich sich drehen lassen, animieren lassen. Wenn die sich bewegen, dann ist dann Strom billig. Ja, finde ich cool. Das wäre cool, ja. Das ist ein schönes Bild. Ja, die Regionalität, ich bin ja persönlich und auch die mich kennen, wissen das ja auch, dass ich so ein verfechter Fan von Regionalität und regionaler Wertschöpfung auch bin. Gucken wir noch mal auf die Großen. Die sind jetzt in Hamburg oder weiß der Geier wo in Norwegen, ich weiß gar nicht wo Tibber da sitzt, aber egal. Die müssen sozusagen Deutschland noch bearbeiten, müssen wahrscheinlich, wenn man mit mehr Hardware auch dealt, also PV-Dächer, Wärmepumpen, Speicher und so weiter, dann brauche ich auch Vorortservice. Wie schnell können die den Vorortservice aufbauen und wie stark im Vorteil, wo die sind, die Stadtwerke, die ja schon in neunhundert oder tausend Regionen sozusagen vor Ort sind, wie würdest du da das Chancenverhältnis betrachten? Ich glaube, die machen, ich spreche jetzt mal von diesen neuen Marktplänen generell, die machen das schon wirklich gut. Also wenn ich mir angucke, was zum Beispiel Octopus Energy mit den Wärmepumpen machen die das ja oder Enpal auch zum Beispiel, also die haben ja wirklich auch in kürzester Zeit sich die Kapazität aufgebaut, wirklich flächendeckend auch aktiv zu sein. Das geht schon schnell, aber wie du gerade sagst, die Stadtwerke sind jetzt in über 900 Regionen irgendwie da schon seit, weiß ich nicht, mehreren Jahrzehnten verwurzelt. Ich glaube, diese emotionale Nähe oder diese emotionale Markenbekanntheit, glaube ich, das ist eher schwierig aufzuholen. Das haben wir auch, analoges Beispiel, so ein bisschen war das ganze Geschäftsfeld oder ist das ganze Geschäftsfeld Heizkostenabrechnung, wo wir ja auch ein Oligopol haben mit Ista, Techem und ein paar anderen, wo in der Wohnungswirtschaft viel Unzufriedenheit auch da ist. Und die sagen auch, das sind irgendwelche Firmen, die sitzen in Berlin oder Köln oder sonst irgendwo und sind mit dem Service nicht so richtig zufrieden, wo dann viele Stadtverkehrte gesagt haben oder auch angesprochen wurden, proaktiv, wollt ihr das nicht auch mitmachen, weil ihr habt irgendwie die regionale Nähe. Ich glaube, bei aller Manpower, die sie aufbauen und bei allem guten Geschäftsmodell und auch bei viel Digitalisierung. Also das, was Tibber macht, das funktioniert ja auch nur, weil es hoch digital abläuft, so der Angebotsprozess. Wird es da, glaube ich, kundenseitig immer ein Limit geben, weil man immer eine Zielgruppe haben wird, die eher emotional, regional verwurzelt ist und sagt, ich unterstütze lieber hier, mein Cousin arbeitet bei den Stadtwerken, das ist ein guter, ich kaufe das lieber da. Das wird es immer geben, aber ich will nicht kleinreden, dass halt auch diese neuen Player, die werden ihren Marktanteil sich sichern und den erobern sie ja gerade auch rasend schnell. Das wird schon passieren. Wo sich es am Ende austariert und wer welchen Marktanteil dann letztendlich behält, das bleibt dann abzuwarten. Das bleibt abzuwarten. Klar, da muss man sowieso irgendwie mal drauf gucken und jedes Stadtwerk wird sicherlich auch eine andere Entscheidung treffen, wie das eigene Portfolio aussieht, wie viel man da reinnimmt, wie viel man vielleicht auch an Hardware, an Dach- und Wärmepumpenleistungen vielleicht mit rein nimmt, der ein oder andere sagt, das muss komplett bei uns abgebildet werden und wieder jemand anders sagt, das machen wir über Partner oder gar nicht. Wenn du, Janis, nochmal auf die Kostenseite guckst, wir hatten vorhin auch diese Diskussion ganz kurz in eurer Veranstaltung, dass die Frage gestellt wurde, wie viel Zielgruppe habe ich dafür eigentlich jetzt und was kostet mich das und wann habe ich eigentlich mein Geld zurück und die Frage steht ja dann im Raum, soll ich mich als Stadtwerk überhaupt engagieren in so etwas wie einem dynamischen Tarif? Wie guckst du darauf? Ich glaube, da muss man differenziert drauf schauen. Also Stand jetzt ist es natürlich interessant, also gerade die Stadtwerke, die jetzt schon einen dynamischen Tarif haben, die sind entweder noch auf dem SLP, also auf dem Standardlastprofil unterwegs mit Kunden, die eine Ferraris-Zelle oder eine moderne Messeinrichtung haben. Da sind wir erstmal, die Technik gibt es. Da haben wir keinen großen Overhead, keine großen Kosten mehr. Wir rechnen den Kunden vielleicht in unserem ERP ab, vielleicht machen wir das auch noch irgendwie Excel-basiert. Aber das ist alles, glaube ich, noch händelbar. Wenn wir jetzt in Massenprozesse reinschauen oder auch neue Kunden aufnehmen wollen, Stand jetzt ist die Installation eines intelligenten Messsystems, wenn ein Lieferant einen Messstellenbetreiber beauftragt, noch sehr teuer. Also der Messstellenbetreiber muss alle Anfahrten planen, Monteure planen, muss rausfahren, das Ding installieren, systemseitig einbinden, an den Lieferanten wieder die Daten weitergeben. Da haben wir schon irgendwie Hochrechnungen, glaube ich, von EON mal gesehen von 1200 Euro pro integrierten Messsystem an Kosten, die da anfallen. Das ist schon extrem teuer. Wir haben heute im Vortrag ja auch gehört von einem der Dienstleister, dass die mit 400 Euro kalkulieren ungefähr. Wenn wir jetzt aber noch mal runter gehen und schauen, was im Gesetz steht und da ist es jetzt reguliert tatsächlich. Wir bewegen uns in der Regulatorik, ein Wunder, dass es auch das reguliert wird. Und so sehen wir im nächsten Jahr ab dem 1.1.2025, können berechtigte Personen und zu denen gehören auch Lieferanten oder Netzbetreiber, können beim Messstellenbetreiber eben die Ausstattung eines Kunden mit einem intelligenten Messsystem verlangen. Das kostet einfach einmalig 30 Euro und dann ist es quasi gegessen. Dann haben wir beim Kunden das intelligente Messsystem. Wenn wir jetzt sogar nochmal weiterdenken und sagen, wir nehmen erstmal die Kunden, die eine moderne Messanrichtung oder einen Ferraris-Seller haben, mit dem Standardlastprofil in unseren dynamischen Tarif auf. Dann kommen wir irgendwann in Kontakt mit denen und haben vielleicht eine FAQ-Seite und der Kunde merkt, ich bin irgendwie noch gar nicht richtig im dynamischen Tarif, sondern erst mal nur mit dem Standardlastprofil. Wie komme ich denn jetzt in diesen richtigen dynamischen Tarif, wo ich dann auch mal sehen kann, ich bin im Urlaub gewesen gestern, ich habe gestern nichts verbraucht, das war umsonst. Dann wird der Kunde auch ziemlich schnell auf den Gedanken kommt, ich brauche irgendwie ein intelligentes Messsystem, dass die Daten wirklich viertelstundenweise aus meiner Messstelle ausgelesen werden können und mit dem Börsenpreis verrechnet werden können. Und vielleicht kommt man dann irgendwann so weit, dass man dem Kunden quasi auch sagen kann, hey, du hast ja einen wirklichen Mehrwert durch das intelligente Messsystem. Vielleicht beauftragt der Kunde, dass wir quasi da nochmal wieder in Massenprozesse starten können, ohne dass wir jetzt als Stadtwerk wirklich tausende Kunden mit intelligenten Messsystemen ausstatten müssen. Okay, also man kann da schon durch auch an den Kosten kreativ werden und gucken, wie man da sich irgendwie auch aufstellt, damit am Ende auch vielleicht der Nutzen besser erkannt wird und dementsprechend der Kunde auch bereit ist, ein paar Sachen davon zu tragen. Ja genau, ich glaube auch. Ja, genau. Wo ein Wille da ist, ein Weg. Ja, okay, genau. Und wenn diese dynamischen Tarife, gehen wir mal davon aus, wenn in Schweden, du hast es vorhin gesagt, 70 Prozent hast du gesagt? Genau. Ja, 70 Prozent der Schweden. Ich weiß nicht, in Norwegen wird es wahrscheinlich eine ähnliche Größenordnung geben. Wir hören auch immer ganz viel von diesen Nordics, dass da ganz viel auch gesteuert wird und da kommen ja auch die Player her. Tibber, ich muss ganz ehrlich sagen, ich habe da überhaupt noch nicht hingeguckt. Wie ist das eigentlich in Spanien und Italien? Die sind ja auch sehr viel weiter, was das Rollout angeht, aber da höre ich jetzt irgendwie von wenig Unternehmen und wenig Cases. Habt ihr da mal was gehört? Ne, aber ich glaube, den Vorteil, den die nordischen Länder haben, ist neben dem Smart Meter Rollout, dass sie schon extrem viel Elektrifizierung haben durch die Wasserkraft und durch, also sie haben ja viel auch Stromheizung, also sie haben halt und viel Elektromobilität auch miteinander verknüpft, weil halt schon viele irgendwie Stromheizungen, ich weiß jetzt gar nicht, ob es Wärmepumpen sind oder eine andere, auf jeden Fall der Hausanschluss schon oft groß genug, dass die Problemmusik auch noch eine Wallbox daneben hängen können und das schafft halt dann auch die Möglichkeit, wirklich Lasten zu verschieben, wohingegen das, ich weiß es nicht, wie es in Spanien und Italien ist, aber ich glaube, sie sind jetzt nicht dafür bekannt, dass sie besonders hohe Elektromobilitätsraten haben und Heizung brauchen sie auch nicht so viel. Ich habe auch immer in den Gassen in Italien die italienische Wurfverkabelung vor meinem geistigen Auge. Da habe ich irgendwie so ganz subjektiv und wahrscheinlich also überhaupt nicht recherchiert, aber eher das Gefühl, dass in Schweden da anders verkabelt wird. Aber ich habe auch noch ein gutes Beispiel. Insight aus dem Schweizer Markt. Da hat mir letztens einer gesagt, sie gucken ja sehr interessiert nach Deutschland, weil wir ja einen deutlichen Schritt weiter werden als die Schweizer und da soll es demnächst einen runden Tisch geben, wo sie ein paar Experten aus Deutschland einladen, um sich erklären zu lassen, wie man denn die Energiewende und Smart Meeter Rollout und dynamische Tarife, wie man das alles machen kann. Also wir sind da auch nicht die Letzten in Europa. Genau und ich glaube auch nicht, dass das Problem ist, der Letzte zu sein. Das ist das Problem, der Letzte zu bleiben, wenn man sich nicht bewegt. Also ich glaube, dass da das Schöne ist, dass es wahnsinnig viele Chancen gibt, wenn der Markt eben jetzt gerade im Aufbruch ist. Und die muss man aber auch erkennen. Also das Thema Kosten, ich kann die jetzt, kommt auf meine ROI-Erwartung an, dann habe ich eigentlich meine Thaler wieder drin. Rudi, du hast vorhin so Diffusionskurve angesprochen. Wann habe ich eigentlich die frühe Mehrheit oder wann bin ich im Massenmarkt angekommen? Ich glaube, ab dann rechnet es sich, ab dann verdient man auch Geld. Wie entscheiden sich später Kunden für ihren Energieanbieter? Also wenn ich heute drauf gucke, dann sehe ich Check24 und so Preisvergleichsportale, Verivox heißt das, und da wird dann oft auch gejault in Stadtwerke berunden, wo gesagt ja, wir wollen die Hüpfer auch gar nicht haben und immer nur diese Wechselboni und Preisschlachten und so weiter. Aber letzten Endes kann man sich da natürlich schon auch wieder Kunden zurückholen. Nur hatten wir so einen Einmaleffekt, die Strompreise tierisch hat steigen lassen, viele sind zurück in die Grundversorgung gegangen. Was wird denn in Zukunft die Stadtwerke ermächtigen, sozusagen Kunden zurückzugewinnen, wenn wir in so einer dynamischen Strompreiswelt angekommen sind, Uli? Ich glaube, Stadtwerke müssen ein Stück weit sich darauf einstellen, dass sie sich an die neuen Marktplayer anpassen und dass sie halt auch digitaler werden. Ich glaube, das ist ein zentraler Aspekt, wenn ich so darüber nachdenke. Ich glaube, das Geschäftsmodell an sich, das wird sich angleichen. Also wir müssen da auch irgendwie, die Stadtwerkewelt, ich weiß nicht, ob es hier in Schweden 70 Prozent werden, aber ich wüsste auch nicht, warum das nicht so sein sollte in Deutschland. Also mit steigender wirklich Elektrifizierung von Wärme und von Mobilität haben wir da auch verschiebbare Lasten. Deswegen sehe ich das Potenzial, dass das in Deutschland auch irgendwie eine signifikante Zielgruppe dafür gibt. Genau, dann wird das Geschäftsmodell ähnlich sein und dann müssen wir es halt als Stadtwerkewelt schaffen, den Zugang ähnlich einfach zu machen, wie es eine Tibber zum Beispiel macht. Und da schließe ich, keine Ahnung, Marketing über Instagram oder vielleicht dann auch TikTok und andere Themenkanäle ein, genauso wie schnell und unkompliziert dann auch da Werbung und Abschlüsse irgendwie zu schalten. Das möglichst smooth für den Kunden, irgendwie look and feel, eine vernünftige Experience für den Kunden hinzubekommen, das wird, glaube ich, zentral sein. Ich bin ja ein Verfechter davon und sage, die Stadtwerke haben irgendwie immer noch eine starke Marke, aber auch ganz da der Appell. Also so langsam müssen wir halt auch loslegen. Das ist nichts, worauf man sich aussuchen kann und dann sagen kann, dann mache ich es halt 2027, weil ich habe ja meine starke Marke. Irgendwann sind wir dann auch zu spät. Jetzt tatsächlich, würde ich sagen, ist wirklich so das letzte Appell. Jetzt müssen wir auch loslegen, ansonsten ist da irgendwann der Zucker abgefahren. Mir kommt gerade in den Kopf, wir haben vorhin über Gesetzgebung auch gesprochen, dass wenn der Gesetzgeber nicht gesagt hätte, jetzt nicht mal los, ihr müsst zum Januar 2025 alle was haben. Vielleicht hat er sogar dazu beigetragen, dass die Stadt ja gewählt gerettet wird. Wer weiß. Janis, wie viele Elektroautos fährst du, wie viele PV-Dächer besitzt du, wie viel Speicher hast du im Keller und wie viele dynamische Stromtarife hast du abgeschlossen? Ach, da muss ich mal kurz überlegen. Null. Bei allen Sachen, die du genannt hast, null. Also ich glaube, wir haben ja gerade über Schweden gesprochen und da kam mir auch gerade nochmal der Gedanke auf, Schweden hat vielleicht auch ein paar andere Voraussetzungen noch. Kein Markt ist wie der andere natürlich. Ich glaube, die nordischen Länder sind generell ein bisschen technikaffiner, ein bisschen digitalisierter. Wir sind ein bisschen zurückhaltender in Deutschland. Wir haben eine hohe Mietquote von 55-60 Prozent der Personen in Deutschland sind in Mietwohnungen oder Miethäusern untergebracht. Wir haben vielleicht auch nicht unbedingt die Möglichkeit, einen großen Profit durch den dynamischen Tarif zu schlagen. Dennoch glaube ich, dass das eben ein interessanter Case sein kann und sein wird. Alleine, weil die Leute einfach doch vielleicht Lust auf neue Dinge haben, mal was anderes erleben als jetzt seit 150 Jahren die Grundpreis- und Arbeitspreistarife, die wir so kennen, mit festen Abschlag, sondern einfach mal was Neues in die Welt bringen, die Welt digital gestalten und die Energiewende, die in aller Munde ist, eben mitzugestalten. Mitzugestalten, ja, genau. Es zahlt alles auf die Energiewende an. Rudi, die Frage an dich auch. Wie viel von den Devices und Tarifen hast du sozusagen schon bei dir am Start? Ich habe einen Plug-in-Hybrid mit einer Wallbox, der schon erlauben würde, was zu verschieben, allerdings halt nur mit einer relativ kleinen Batterie. Das sind jetzt irgendwie, glaube ich, nur 12 Kilowattstunden oder so, die da reingehen mit einer Wallbox. Ich wohne in einer Mietwohnung, grundsätzlich aber schon das Potenzial, da ein bisschen was zu verschieben. In dem Zusammenhang auch tatsächlich ein ganz interessantes Tarifangebot von Octopus bekommen, von Octopus Energy. Da bin ich Kunde und die haben gesagt, okay, wenn du uns erlaubst, dein Elektroauto zu steuern, dann lassen wir dir 10 Euro pro Monat auf deine Rechnung, wenn du eine moderne Messeinrichtung hast. Wenn du ein integriertes Messsystem hast, dann sogar 30 Euro. Und ich habe momentan eine Rechnung von irgendwie 55, 60 Euro. Das heißt, die würden mir die Hälfte runterlassen. Sie wissen allerdings noch nicht, dass ich nur einen Plug-in-Hybrid habe. Ich weiß nicht, ob das an der Kalkulation bei denen was ändert. Momentan scheitert es aber noch daran, über die Octopus Energy meinen Skoda anzusteuern. Das funktioniert irgendwie noch nicht, keine Ahnung. Aber da hätte ich auf jeden Fall und ich besitze noch eine Immobilie, wo eine PV-Anlage drauf ist. Das ist allerdings mehr oder weniger eine Gewerbemobilie. Da habe ich auch noch keinen dynamischen Tarif, obwohl da ein Stromspeicher ist und eine PV-Anlage. Aber das, ja. Ja, ich muss gestehen, ich habe auch nur ein Elektroauto. Ich habe nicht mal eine Ladesäule zu Hause. Das muss alles noch instand gesetzt werden, damit das ordentlich funktioniert. Aber das Interesse ist auf jeden Fall da und ich glaube, wenn wir so drauf gucken, auf das, was da auch privat passiert. Also wir haben jetzt den beruflichen Fokus da drauf, aber privat, wie du gerade sagtest, wenn du 20 Euro im Monat sparen kannst, das sind halt am Ende des Jahres halt dann doch 240 Euro. So, da kannst du was mitmachen. Gut, es gibt so viele andere Dinge. Ich gucke aber gerade so ein bisschen auf die Uhr. Ich glaube, das nächste Thema verschieben wir vielleicht einfach auf einen Follow-up und vielleicht auch auf den September. Vielleicht können wir da noch mal ein bisschen drüber diskutieren, wenn wir uns dann auch live bei eurer Veranstaltung sehen. Das wären nämlich diese anderen Erlösmöglichkeiten, die durch Flexibilitäten, durch clevere Einkaufsstrategie, diese ganzen Dinge passieren. Denn da habe ich das Gefühl, dass da doch hinter diesen offensichtlichen Verschiebungen und Nutzen für Endkunden sozusagen eine Menge noch an Potenzial für Energieversorger wohnt. Jetzt einfach zu den nächsten Schritten. Smart Optimo, ihr habt die nächsten Veranstaltungen schon so ein bisschen in den Ausblick gepackt. Janis, kannst du vielleicht einmal sagen, was so als nächstes tatsächlich jetzt bei euch vor der Nase ist? Du hast es ja gerade schon angesprochen. Wir treffen uns im September alle mal in Person. Kann man sich kaum noch vorstellen jetzt in der digitalen Welt. Aber da wollen wir einfach mal schauen auf Marketing. Also welche Zielgruppen wollen wir ansprechen? Welche Zielgruppen können wir ansprechen? Was müssen die so für Sachen mitbringen auch? Und dann, wie können wir die ganzen Zielgruppen ansprechen? Also wie erreichen wir die? Müssen wir irgendwie Videos machen auf Instagram? TikTok haben wir gerade schon gehört. Oder betten wir Videos auf unserer Homepage ein? Machen wir FAQs? Wenn ja, können die gestaltet sein? Welche Inhalte packen wir in die Videos? Und dann einfach mal gemeinsam zu brainstormen, was brauchen wir denn, um unsere Kunden, unsere Zielgruppe zu erreichen? Oder brauchen wir vielleicht auch gar nichts, weil wir das Ding auch verstecken wollen auf unserer Website? Da glauben wir jetzt nicht dran, aber genau da wollen wir reinschauen. Da wollen wir im September mal reinschauen und dann im November, glaube ich, genau da wollen wir dann noch mal reinschauen. Das ganze Thema Energie Beschärfung gucken wir uns an. Tatsächlich im November. Das ist der Ausblick Richtung November. Wir haben auch noch als Thema drängend in der Hinterhand das ganze Thema Prozesse rund um dynamische Tarife. Wie muss ich die eigentlich effizient gestalten, damit ich auch Bock hab auf den nächsten Kunden und nicht im Grunde jeder Kunde nur mehr Arbeit macht, als er mir einbringt? Aber vor allem auch noch mal Energiebeschaffung. Wenn ich dann Prozentsatz X in einem dynamischen Tarif habe, der sich an einem Spotmarkt orientiert, ist es dann auch sinnvoll, über zwei oder drei Jahre vorher im Terminmarkt einzukaufen. Das wollen wir auch nochmal beleuchten. Okay, das heißt also September ist so das Marketingthema, das Meta-Bereich oben drüber und im November dann das Thema Beschaffung. Abschließend, was wünschst du dir, was bis September passiert sein soll? Ich wünsche mir, dass möglichst viele neue Stadtwerke zu unserer Runde dazukommen und dass möglichst viele in Präsenz in Osnabrück dabei sein werden. Das fände ich tatsächlich cool und es würde mich einfach aus meinen idealistischen Motiven heraus freuen, wenn wir dann in der Runde auch so den einen oder anderen sitzen haben, der sagen, Mensch, ich habe jetzt schon die eine oder andere Weichenstellung getroffen in die Richtung und ich habe Überzeugungsarbeit in meinem Haus geleistet oder die Leute haben sich selber überzeugt, weil sie darüber nachgedacht haben, dass wir da jetzt mal den Schritt wagen und das mal ausprobieren, das ganze Thema dynamische Tarife und dass wir, sag ich mal, weniger Zögerlichkeiten haben und weniger sagen, okay, ich bin mir gar nicht so sicher, ob das Thema überhaupt kommt, sondern ich glaube, man muss es, wir haben schon die Wuppertaler Stadtwerke zum Beispiel mal da gehabt, man muss es einfach mal probieren. Vielleicht, die Münsteraner sind ja auch aktiv, einfach auch vielleicht mal einen Piloten machen. Klar muss das irgendwie Kosten-Nutzen im Verhältnis stehen, aber da würde ich mir wünschen, wenn wir da zumindest ein paar Leute im Netzwerk auch haben, die sagen, jo, ich glaube daran, ich gehe da voran und wir machen das jetzt. Dann ist die Frage auch an dich, was wünschst du dir? Ich erweitere das mal auf das Jahr, bis denn der 31.12. da ist und die Glocke klingelt und ab Mitternacht alle Leute dynamische Tarife haben. Was möchtest du, was bis dahin passiert? Das ist eine coole Vision, die du hast. Ich wünsche mir, dass die Stadtwerke auch noch weiter zusammenwachsen, sich quasi gegenseitig einfach befruchten, könnte man sagen. Dass wir den Austausch da haben, dass man von Best Practices eben lernen kann, dass man auch Fehler eben aufzeigt und sagt, hey, diesen Weg versuchten wir zu gehen, das hat nicht geklappt, lasst uns mal gemeinsam versuchen, einen anderen Weg zu gehen. Dass wir einfach als Zielbild haben, dass nicht jedes Stadtwerk alleine diesen Weg geht, sondern wir zusammen diesen Weg gehen können und alle zum ersten ersten 25. Dynamischen Tarif in der Hand haben. Ihr beiden habt herzlichen Dank. Ich freue mich sehr auf alles, was kommt zusammen mit Smart Optimum, dass ich dabei sein darf. Hat mich auch sehr sehr gefreut, dass ihr mich eingeladen habt hier heute und dann bis zum nächsten Mal. Bis ganz bald. Vielen Dank, dass wir dabei sein durften. Vielen Dank. SWR 2021

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