Digitale Stadtwerke Podcast

Menschen in der Energiewende

4.8 Bright Sights - Energy as a Service von Lichtblick

Mit Alexander Vogt

20.05.2024 56 min

Zusammenfassung & Show Notes

Eine neue Folge des Digitale Stadtwerke Podcast:
4.8 Bright Sights - Energy as a Service von Lichtblick - Mit Alexander Vogt

Hey SIDizens! 
In dieser Episode hatte ich das Vergnügen, Alex Vogt in Berlin persönlich zu treffen. Stellt euch vor, wir sitzen im Herzen des Regierungsviertels, umgeben von der pulsierenden Energie der Hauptstadt, und tauchen gemeinsam in die faszinierende Welt der erneuerbaren Energien ein. Alex bringt eine Mischung aus technischem Know-how und visionärem Denken mit, die jede Minute unseres Gesprächs zu einem echten Highlight macht.

Unsere Themen:
  • Alex's Weg zu LichtBlick – Alex teilt seine inspirierende Reise von der Hausgeräteindustrie über innovative Rollen bei großen Energieunternehmen bis hin zu seiner aktuellen Rolle bei LichtBlick. Er erklärt, wie seine Erfahrungen in der Entwicklung von Smart Home Lösungen und seine Leidenschaft für nachhaltige Energie ihn zu Energy as a Service geführt haben.
  • Die Rolle von LichtBlick in der Energiezukunft – Wir diskutieren, wie LichtBlick durch integrierte, smarte Energielösungen nicht nur den Energiemarkt verändert, sondern auch aktiv zur Dekarbonisierung beiträgt. Alex erläutert die Bedeutung von ganzheitlichen Energielösungen und wie diese das Kundenerlebnis verbessern.
  • Dynamische Energiepreise und Verbraucheroptimierung – Alex erläutert, wie LichtBlick mit Hilfe von dynamischen Energiepreisen und der intelligenten Verbrauchssteuerung dazu beiträgt, den Energieverbrauch effizienter zu gestalten. Er spricht über die technischen Lösungen, die LichtBlick entwickelt hat, um den Kunden dabei zu helfen, Energiekosten zu sparen und gleichzeitig das Energienetz zu entlasten.
  • Herausforderungen des Smart Meter-Rollouts – Ein tiefgehender Einblick in die Komplexität und die Herausforderungen, die mit der Implementierung von Smart Metern verbunden sind. Alex diskutiert, wie LichtBlick diese technologischen Herausforderungen angeht und welche Rolle Smart Meter bei der Realisierung von Energy-as-a-Service spielen.
Wir tauchen tief in die Diskussion über die technologischen Innovationen von LichtBlick ein, darunter die faszinierende 'Stromwallet', die es Kunden ermöglicht, erzeugte Energie effizient zu speichern und zu nutzen. Alex und ich sprechen auch über die Herausforderungen, vor denen der Energiesektor steht, und wie LichtBlick diese mit kreativen und nachhaltigen Ansätzen angeht.

Alex teilt aufregende Einblicke in die zukünftigen Pläne von LichtBlick, darunter die Weiterentwicklung ihrer Produkte, um den sich wandelnden Bedürfnissen der Kunden noch besser gerecht zu werden. Besonders spannend sind die Ausführungen zum Ausbau der digitalen Plattformen, die den Kunden noch mehr Kontrolle und Flexibilität über ihre Energieverbrauch geben werden.

Liebe SIDizens, euer Feedback ist Gold wert! Teilt eure Gedanken zu den heute diskutierten Themen auf unseren sozialen Medien oder direkt hier im Kommentarbereich. Lasst uns gemeinsam die Energiezukunft gestalten!

Links zu LinkedIn-Profilen:
Diese Episode hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig und spannend der Weg zu einer nachhaltigen Energiezukunft ist. Ich hoffe, ihr seid genauso inspiriert wie ich und bleibt dran, wenn wir weiterhin die Köpfe und Herzen hinter den Innovationen im Energiemarkt kennenlernen. Bleibt neugierig, bleibt engagiert und vor allem – bleibt energiegeladen!

Und noch ein PS:
Wenn du dich für die Energiewende und speziell für dynamische Stromtarife interessierst, dann haben wir etwas Spannendes für dich: Check doch mal unseren neuen Podcast "Bright Sights: Energiewende gemeinsam" aus!

In der ersten Staffel nehmen wir, Anna Gruner (LinkedIn-Profil) und Matthias Mett (LinkedIn-Profil), dich mit auf eine tiefgehende Reise durch die Welt der dynamischen Stromtarife. Wir beleuchten, welche Rolle sie in der Energiewende spielen und wie sie das Geschäftsmodell von Stadtwerken revolutionieren können. Über zehn Episoden hinweg diskutieren wir mit Expert:innen aus verschiedenen Bereichen die Potenziale und Herausforderungen dieser innovativen Tarifmodelle.

Wir tauchen ein in die technischen Grundlagen wie Smart Meter und ihre Bedeutung für die Produktentwicklung und den Vertrieb, erkunden, wie Apps den Energieverbrauch optimieren können, und diskutieren die Flexibilisierung in der Energiebeschaffung und -abrechnung. Nicht zu vergessen: Ein Ausblick auf die zukünftigen Entwicklungen des Energiemarkts nach der Einführung dynamischer Stromtarife.

Sei dabei und bring dich ein – jede Episode bietet Raum für deine Fragen und Kommentare, um die Diskussion rund um diese spannenden Themen zu bereichern.

🌍 Tune in to "Bright Sights: Energiewende gemeinsam" und sei Teil der Veränderung. Wir freuen uns auf dich!


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Vielen Dank, dass Du uns hörst 😘

Transkript

Hallo alle miteinander. Herzlich willkommen, eine weitere Ausgabe digitaler Stadtwerke Podcast und bei mir Alexander Vogt, Alex von Lichtblick. Moin Alex. Hi, grüß dich. Schön, dass du Zeit hast. Wir treffen uns hier bei Betatrust direkt in Berlin, so im Regierungsviertel und können hier glücklicherweise so live miteinander aufnehmen. Das ist ja nochmal eine andere Geschichte, als wenn man das so remote macht. Das freut mich immer sehr, so machen zu können. Du bist von Lichtblick, da wollen wir nachher ein bisschen drüber sprechen. Stichwort Energy as a Service. Das ist ein weiteres as a service im großen Konzert der as a service Dinge, die man so machen kann. Wenn du jetzt mal zu Beginn ganz kurz in a Nutshell, was machst du, was ist sozusagen dein Job bei Lichtblick und deine Profession sozusagen? Ja, also genau, ich bin ausgebildeter Mechatronik-Ingenieur und bin bei Lichtblick verantwortlich für unser Produkt im Bereich Energy as a Service. Also meine Rolle nennt sich Head of Product and Technology und Energy as a Service ist bei uns mittlerweile seit 1.4. auch eine eigene Tochterfirma von Lichtblick. Also wir sind die Lichtblick Energy as a Service GmbH und unser Ziel ist, integrierte, smarte Energielösungen an Endkunden und gewerbliche Kunden zu liefern. Okay, ich habe natürlich ein bisschen geguckt in deinem LinkedIn-Profil, was hat Alex eigentlich so gemacht? Wo hat er sich rumgetrieben, bevor er zu Lichtblick gekommen ist? Da sind mir so zwei Namen entgegengesprungen. Enogy und Eon, wobei das wahrscheinlich auch so dieser Übergang war, das eine in das andere. Aber das Beiwort, was da steht, ist Innovation. Und du hast dich also praktisch mit innovativen Produkten, mit innovativen Zusammenhängen und Entrepreneurship-Themen auseinandergesetzt. Was sind da so für Dinge in deinem Arbeitsalltag? Was hat da stattgefunden? Was war so dein Thema zu der Zeit? Ja, vielleicht hole ich sogar noch einen Schritt weiter, bevor ich in die Energiewirtschaft reingegangen bin, war ich ja lange in der Hausgeräteindustrie, also in der weißen Ware und habe mich da auch schon immer mit Innovation, Digitalisierung, neuen Modellen der Zusammenarbeit beschäftigt. Also ich habe ja eingangs gesagt, ich bin Mechatronikingenieur, das ist auch so eine Mischung aus verschiedenen Fachgebieten und bin eigentlich immer an den Schnittstellen unterwegs, zwischen verschiedenen Technologien, aber auch zwischen den Menschen. Das ist das, was mich interessiert. Und ich glaube, da passiert auch am meisten Innovation. Und da kann man eben auch viel gemeinsam erreichen. Und bei Bosch Siemens Hausgeräte, das ist mittlerweile eine 100 Prozent Tochter von Bosch, habe ich da eben das ganze Thema Smart Home mit aufgebaut. Als ich dann bei 2017 bei Innogy gestartet habe, war so mein Ziel, da diese Learnings mitzunehmen. Und wir haben damals im Innovation Hub in Frühphasen Startups investiert. Also das heißt, ich war klassisch unterwegs im Venture Capital, habe viele verschiedene Startups gescoutet, habe dann Investments gemacht in Startups gemeinsam mit dem Team und dann danach diese Startups betreut, also mein eigenes Know-How da weitergetragen. Und da hat man extrem viel Innovation gesehen. Also mein Fokus war, basierend auf meinem Hintergrund, immer die Schnittstelle Gebäude und Energie. Damals ist schon extrem viel passiert. Erstmal so nicht energienahe Themen, wie navigiere ich mich durch ein Gebäude mit Augmented Reality. Da gab es auch damals schon so die ersten KI-Themen und wie kann man eben die Prozesse optimieren, aber eben auch, wie bindet man eigentlich Gebäude in das Energiesystem besser ein. Wir hatten so eine Vision damals schon, wie kann man eigentlich Gebäude nicht nur zum Verbraucher machen, sondern die auch zum Erzeuger machen und die Energieintelligenz zwischen den Gebäuden zu teilen. Das ist so diese ganze Innovation, zu sagen, ich mache Gebäude an sich erst mal effizienter und dann produziert das Gebäude halt irgendwann auch Energie und kann die auch teilen mit anderen Gebäuden. Das waren damals schon so Themen, die uns befasst haben. Du bist praktisch, also dieses Smart Home Thema, das ist ja gerade jetzt sozusagen, haut das ja im Zusammenhang mit dynamischen Energieverträgen und so weiter auch wahnsinnig rein. Also gucken, wie kann ich was steuern? Da ist wahrscheinlich weiße Ware noch irgendwann sicherlich auch dran, glaube ich. Ja. So ein Kühlschrank oder eine Gefrierkombination, die hat auch eine gewisse Flexibilität, die man, glaube ich, dafür ganz gut nutzen kann. Ist natürlich aber nichts im Vergleich zu einem Elektrofahrzeug. Der Zusammenhang wird gerade schön klar, finde ich, dass das eine so in das andere reinführt. Wenn du immer auf so diese Start-ups guckst, die du damals begleitet hast, magst du oder kannst du da eins von nennen oder so, was dir besonders in Erinnerung geblieben ist, was besonders viel Spaß und Sinn hatte vielleicht? Ja, tatsächlich. Ich finde ja auch immer die Dinge schön, die nicht funktionieren. Aber ich habe mich extrem viel mit Building Management System befasst, also der BMS. Und da ging es um gewerbliche Gebäude und wie man da eben Energie sparen kann und die intelligent integrieren kann, mit den Zählern verknüpfen kann. Da habe ich mit einem englischen Startup zusammengearbeitet, die MAN Logic hießen die. Und leider hat dann das Investment nicht funktioniert, weil sich die Gründer verstritten hatten, kurz vor Abschluss. Das finde ich immer auch, dass wieder diese Schnittstelle zu dem, was ich gesagt habe vorhin, das eine ist die Technologie und die Innovation, das andere sind halt die Menschen, die daran arbeiten. Und gerade bei Frühphasen-Startups ist es eben extrem wichtig, dass die Teams miteinander funktionieren. Das ist so ein bisschen wie eine Ehe oder eine WG, wo einfach klar sein muss, die Leute werfen extrem viel Energie rein und dann muss es funktionieren. Bei diesem Startup haben sie eine super spannende Technologie gehabt, wo sie gesagt haben, sie haben innerhalb von 24 Stunden ist das ganze System von einem alten, nicht intelligenten System abgegradet zu einem intelligenten System. Also super spannende Lösung, echt gute Technologie und am Ende ist es gescheitert an den Gründern. Anderes Beispiel ist zum Beispiel Edifion, mit denen wir im Gespräch waren, haben wir am Ende gar nicht investiert. Aber die sind jetzt mittlerweile sehr groß und die machen das, glaube ich, auch aus NRW. Ich weiß gar nicht, ob es Köln oder Düsseldorf ist. Da müsste ich jetzt lügen. Aber die sind mittlerweile richtig gut, erfolgreich und da beobachtet man immer noch auf LinkedIn, was da so passiert. Die Idee ist immer nur ein Teil des Ganzen. So eine Idee kann man dann schnell auch vernarrt sein. Oder vernarrt hört sich so an, als ob die Idee nicht gut wäre oder so. Oder Spielkram. Ideen können toll sein, man kann sich da engagieren, aber wenn es dann auch darum geht, irgendwie Rollen zu füllen, Zuständigkeiten und Grenzen zu definieren, dann kommen andere Skills sozusagen mit ins Spiel, die auch irgendwie erfüllt sein wollen. Und schlussendlich muss es natürlich auch wirtschaftlich sein und funktionieren. Also der Business Case muss passen und man sagt, der eins von zehn Startups schafft es eben über diese Phase hinaus und das liegt dann auch noch daran, dass man skalierbare Businessmodelle braucht und auch diesen Sprung schafft, oft von so projektbasierten Umsätzen zu wirklich so einem recurring revenue, also wirklich lauerhaften Erlöse. Software as a service. Ganz genau. As a service, ja. Dieses as a service zu schaffen, das ist definitiv keine leichte Nummer, auch für uns bei Lift Technik. Da können wir nachher auch noch drauf kommen. Ja, wie bewertest du das, wenn du drauf guckst auf Startups? Ich kenne das selber, weil ich aus einem technischen Umfeld komme, aber eigentlich ja auch Betriebswirt bin. Also ich habe ja eigentlich gar keinen, ich kann nicht programmieren und solche Dinge. Irgendwie diese Technologie ist immer spannend und es gibt schon Rollen, die ich da auch irgendwie ausfüllen kann. Aber am Ende gucke ich schon drauf und habe meine Kollegen und Kolleginnen, die handwerklich sozusagen so eine Systeme bauen und verbinden und so weiter. Und da gibt es ganz oft so die Situation, dass man irgendwie die klassische Make-or-Buy-Entscheidung treffen muss. Will ich etwas selber entwickeln? Muss ich den Algorithmus, die Funktion, den Prozess irgendwie selber bauen oder hole ich mir was, was das schon kann? Kostet vielleicht ein bisschen mehr Geld in dem Fall, aber bringt mir Geschwindigkeit. Wie guckst du drauf auf sowas? Was für Erfahrungen hast du da aus deiner Start-up-Welt sozusagen gesammelt. Sehr spannend, es gibt da glaube ich keine Antwort oder so kein Masterplan zu sagen, das ist der richtige Weg, ich mache alles selber oder ich kaufe alles ein. Ich habe beides gesehen, ich komme ja aus der Konzernwelt, wo ich gesehen habe, okay wir machen alles selber, es ist furchtbar langsam, irgendwann wird es zu groß und zu verworren und auf der anderen Seite bei Startups, die halt sagen, okay wir sind jetzt irgendwie drei, vier Leute, davon sind zwei Coder und die bauen total schnell irgendwelche Lösungen auf. Das macht absolut Sinn. Vielleicht kann man als Faustregel so ein bisschen sagen, wenn man früh unterwegs ist und klein ist, auch noch das Risiko noch nicht so groß ist, also noch nicht so viele Kunden. Umso mehr Kunden man hat, umso wichtiger wird natürlich auch das Thema Datenschutz und Security. Wenn man noch klein und kompakt ist, kann man eigentlich schnell Dinge selber bauen. Was ich jetzt auch gelernt habe, auch in den letzten zwei Jahren bei Lichtblick zu früh auf der anderen Seite sagen, ich mache alles selbst, macht auch keinen Sinn, vor allem wenn man die Business-Prozesse noch gar nicht richtig kennt. Also zum Beispiel Frage CRM, gehe ich da jetzt schon so all in und baue mir eine super coole Software, die alles kann intern oder nehme ich so eine Lösung von der Stange, die vielleicht nicht perfekt alle Use Cases abbildet, aber dafür habe ich sie halt von der Stange. Gleichzeitig muss man immer ein bisschen auf die Kosten gucken. Wie gesagt, ich habe keinen Plan A, da musst du das machen, sondern eher so verschiedene Learnings schon gehabt in meiner Laufbahn, wo ich gesagt habe, hätte man lieber mal selber gemacht oder hätte man lieber mal nicht so früh selber gemacht, sondern erst mal auf die Stange gesetzt. Ja, okay. Eher so 60, 70, 80 Prozent kaufen und schon mal vorankommen, statt 100 Prozent bauen und damit vielleicht Zeit verlieren. Wir machen einmal so eine kleine Rolle rückwärts. Du kommst sozusagen auch aus dem technischen Bereich. Also hast ja als Ingenieur natürlich auch ein hohes technisches Interesse, sonst hättest du wahrscheinlich den Beruf nicht gewählt. Was hat dich jetzt letztlich auch in diese Energiewelt gebracht? War das eher so der technische Aspekt da drin, der Business Aspekt da drin oder der Gutmensch Aspekt da drin, irgendwie die Energiewende mit voranzubringen? Es sind glaube ich verschiedene Aspekte. Also Energie hat mich schon immer technisch interessiert. In meinem ersten oder zweiten Werkstudentenjob, da habe ich 2009 das erste Mal tatsächlich mit Smart Mietern zu tun gehabt und die Integration mit Waschmaschinen. Also wie du schon gesagt hast, Potenzial ist einmal dahingestellt. Aber die Themen gab es eben damals schon. Das heißt, Energie hat mich schon immer ein bisschen interessiert und Nachhaltigkeit war mir auch schon immer wichtig. Also ich habe mich auch mit erneuerbaren Energien im Studium beschäftigt, aber es war eher immer so ein Seitenthema und erst eigentlich so richtig mit befasst, habe ich mich auch, das hat auch mit einem persönlichen Vorfall zu tun, wo ich nochmal überlegt habe, was machst du hier eigentlich, was ist eigentlich der Purpose? Und der hat mich dann tatsächlich da zu Lichtblick gebracht, wo ich gesagt habe, ich mache jetzt nicht mehr nur, wie zum Beispiel auch bei E.ON, wo ich viel mit Nachhaltigkeit gemacht habe, also einzelne Projekte. E.ON ist halt ein großes Unternehmen, da ist Nachhaltigkeit schon wichtig, aber es gibt halt auch noch andere KPIs, die wichtiger sind. Und das war für mich dann eigentlich sozusagen alles klar. Jetzt verknüpfe ich irgendwie so die Themen, meine Interessen und jetzt gehe ich mal wirklich in einen Job, der auch meinem Purpose entspricht. Und bei Lichtblick ist das halt wunderbar. Über 25 Jahre Öko-Pionier, dann noch der Ausbau von erneuerbaren Energien. Das sind eigentlich zwei Komponenten, die dann mir auf diesen Punkt wirklich eingezahlt haben, wo ich sage, da bin ich wirklich sehr, sehr glücklich über die Entscheidung. Ja, Lichtblick ist halt so ein Name, der wirklich ein Lichtblick ist. Du warst so ein echter Pionier. Ich weiß gar nicht, ob es der erste, aber auf jeden Fall ein sehr früher Anbieter von erneuerbaren Energien bzw. Ökostrom. Insofern schon ein sehr guter Name, guter Läumwurm. Passt aber jetzt auch zum Thema Make or Buy. Flo hat irgendwann mal Installian gegründet. Also liebe Grüße, falls du uns hörst. Jetzt ist es aus Installian Lichtblick Energy as a Service geworden. Was habt ihr euch da eigentlich so im Kern eingekauft damit? An Kompetenz, um eben das Portfolio Lichtblick zu erweitern. Ja, Flo hat da ein unglaublich cooles Startup aufgebaut und unglaublich große Leistungen erbracht. Tatsächlich war unser Touchpoint auch SS-Service, weil er hat nämlich mit Installian Montage SS-Service etabliert. Neben dem Thema der Plattform für Handwerker, wo er so eine Matching-Plattform ja gebaut hat, um Installationsbetriebe mit Auftraggebern zusammenzufinden, haben wir uns mit Installian vor allem auf das Thema Montage as a Service fokussiert zu Beginn und waren dann einer der großen Kunden, die spezielle Hubs bei Installian bestellt haben. Also Flo und das Team, wir haben gesagt, wir hätten gerne ein Installationsteam, zum Beispiel in Köln, um dort unsere Produkte verkaufen und installieren zu können. Und dann hat Installian das eben aufgebaut für uns. Und was wir uns jetzt im Kern mit der Übernahme im letzten Jahr geschaffen haben, ist, dass wir jetzt als Lichtblick eigene Installationskapazitäten haben, also das nicht mehr beauftragen, sondern dass unsere eigenen Teams sind. Und das Schöne ist, sie sind eben regional verteilt, das heißt, wir sind vor Ort bei den Kunden als deutschlandweiter Anbieter, was schon eins unserer USPs ist. Also wir arbeiten auch vereinzelt mit Partnern, um Deutschland quasi eine Art der Abdeckung zu schaffen. Aber das war das Ziel, dass wir wirklich selbst als Lichtblick in der Lage sind, alles aus einer Hand zu liefern, von der Beratung bis hin zur Installation. Im Grunde genommen habt ihr auch jetzt zunächst darauf gesetzt, einen etablierten Service einzukaufen und holt euch sozusagen jetzt durch so ein strategisches Investment, indem man jetzt sozusagen auch ein Stück weit die Wertschöpfung dich da an sich ran holt und die Infrastruktur nutzt sie jetzt. Florian mit seinem Team auch in den letzten Jahren hat aufbauen können. Wenn du so drauf guckst auf das Gesamtportfolio, wie wichtig ist es tatsächlich, das alles aus einer Hand anbieten zu können? Also wir kommen vielleicht gleich nochmal auf das Stromwallet, was wirklich eine Innovation ist, ja? Und ihr führt alles zusammen. Das Dach, die Wärmepumpe, das PV-Dat, die Wärmepumpe, den Hausspeicher, den Reststromvertrag. Wie wichtig ist das, das so zu machen, das aus einer Hand anzubieten? Ich glaube, unser Vorteil ist eben, dass wir dem Kunden ein Erlebnis bieten können, also im Vergleich zu anderen Anbietern, wo man eben entlang der Wertschöpfungskette ganz viele Touchpoints mit verschiedenen Dienstleistern hat, die aber nicht gut miteinander abgestimmt sind. Das heißt, dann hat man eine Klärfrage, was kläre ich jetzt mit welchem Anbieter? Muss ich jetzt zu dem Unternehmen gehen, was missverkauft hat? Oder muss ich zu dem Unternehmen gehen, was die Installation übernommen hat? Oder gehe ich zum Energieunternehmen, was den Stromvertrag liefert? Das ist halt bei uns nicht eine Person natürlich, aber ein Team, die sich da um die Kunden kümmern. Und das würde ich jetzt mal sagen, das ist so unser Hauptvorteil für das Kundenerlebnis, aber natürlich auch intern können wir Prozesse ganz anders optimieren und die Auslastung zwischen Installation und Vertrieb steuern, als wenn man jetzt auf externe Partner angewiesen ist. Ich würde auch sagen, es macht auch Sinn, das eben zu bereichern, eigene Kapazitäten mit Fremdkapazitäten. Damit hat man eben eine gute Basis und kann halt möglichst viele Kunden auch erreichen. Das heißt nicht, dass ihr nur Kunden erreichen könnt, die jetzt alles auf einmal haben wollen, sondern es geht eben auch Stück für Stück. Jemand, der schon ein PV-Dach hat, kann trotzdem zu euch kommen und sagen, ich möchte jetzt noch eine Wärmepumpe und den Reststrom-Vertrag bei euch haben oder das Home-Management-System. Tatsächlich bei uns aktuell noch nicht. Wir haben gestartet mit unserem Komplettpaket und du bekommst bei uns auch nur das Komplettpaket. Zukünftig wollen wir außerdem, wie unser Stromwallet, auch anbieten können an Kunden, die schon Solaranlagen besitzen oder auch eine Wärmepumpe an Kunden anbieten, die schon Solaranlagen besitzen. Aber das ganze Thema, komme ich wieder zu meinen Ursprüngen, Smart Home oder IoT, da steckt halt der Teufel im Detail und die Systeme müssen ja auch miteinander funktionieren und kommunizieren. Und leider hört sich das auf der obersten Ebene immer sehr einfach an. Ja, man kann jetzt Cloud-to-Cloud-Integration machen oder eine API oder da hast du einen Gateway. Aber in der Praxis steckt eben der Teufel im Detail und dann funktioniert die eine Hardware vielleicht doch nicht richtig mit der anderen Software-Schnittstelle. Und deswegen haben wir uns da entschieden, wir wollen eben glückliche Kunden haben und da erst mal mit dem Komplettpaket durch uns anzufangen. Da können wir sicherstellen, das funktioniert, das System ist geschlossen. Aber das Ziel ist natürlich schon, das auch weiter zu öffnen. Auch die abzuholen, die schon mal woanders was investiert haben und jetzt nicht im Regen stehen wollen. Ja, ganz genau. Wir hatten tatsächlich auch, als wir unsere erste Version der Stromwallet und unser Solarpaket im Herbst, also November 2022 war das, gelauncht hatten, ganz viele Anfragen im Kundenservice, die gesagt haben, ich habe schon eine Anlage, kann ich nicht von euch auch diese Stromwallet haben? Und da muss man sagen, ja, tut uns leid, können wir euch leider noch nicht anbieten. Erklär mal ganz kurz, was ist dieses Stromwallet, also eine Geldbörse für Strom? Genau, wir haben uns gesagt, okay, was brauchen eigentlich die Kunden, die eine Solaranlage besitzen, klassische Prosumer und da gibt es ja die klassische Thematik ist ein Reststromtarif für den Strom, den ich noch brauche, den meine Anlage nicht produziert und dann gab es viele Modelle wie Energie-Clouds oder ähnliche Themen und wir haben uns damals halt überlegt, vor zwei Jahren, wir wollen eigentlich ein gebündeltes Paket machen, in dem wir innovative Lösungen anbieten für die Kunden. Der erste Gedanke war, was ist eigentlich das Problem, wenn ich eine Solaranlage habe, dann schaue ich eigentlich auf die Jahresproduktion, die übersteigt meistens den Bedarf. Aber halt im Sommer und im Winter, wenn ich dann den Strom benötige und weniger Sonnenstunden habe, reicht es nicht. Dann haben wir gesagt, alles klar, wir machen mit der Stromwallet im ersten Schritt so eine Art Guthaben, Bilanzierungsgeschichte, wo wir den Strom, den du im Sommer erzeugst, dir gutschreiben und im Winter kannst du ihn dann als Ökostrom von Lichtblick beziehen. 100% grün und bis zu vierfacher Erlös im Vergleich zur klassischen EEG ist da die Hauptproposition. Okay, alles klar. Das, was ich ja normalerweise kriege, wenn ich eine PV-Anlage habe und den Strom nicht selber verwende und auch keinen Speicher habe zu Hause, dann speise ich ein. Und die Einspeisevergütung, die könnt ihr jetzt nicht aktuell sagen, aber wie 6 bis 8 Cent irgendwo so da. 8,1 Cent. Das ist bei kleinen Anlagen. Okay, also 8,1 Cent kriege ich sozusagen vergütet. Das ist ja auch eine Art Wallet, wenn ich so will, weil für die 8,1 Cent kann ich mir ja wieder Kilowattstunden kaufen, 2,5-4 Kilowattstunden einspeisen, damit ich mir eine wieder leisten kann. Und bei euch ist es dann ein anderes Verhältnis. Also macht ihr eins zu eins oder ist das, wie muss ich mir das vorstellen? Wir machen es eins zu eins. Du hast bei uns dann auch den Strombezug, Ökostromflex-Tarif und wir vergüten den Verbrauch eins zu eins. Und das ist die Besonderheit unserer Stromwallet. Allerdings haben wir jetzt vor kurzem erst unsere neue Stromwallet released, also die Weiterentwicklung und die schaut wirklich komplett anders aus. Also da geht es jetzt in Richtung dynamische Tarife und wie kann man eben das meiste aus dem aktuellen Strommarkt und der Nutzung der Flexibilitäten erzielen. Ihr verkauft ja dann nichts anderes mehr. Also diese neue Stromwallet ist sozusagen das Produkt? Genau. Macht es dann einen Speicher in meinem Haus völlig überflüssig? Muss ich mir überhaupt noch einen Speicher ins Haus stellen, wenn ich euer Produkt habe? Ne, also vielleicht erkläre ich da nochmal, wie die jetzt funktioniert. Und eigentlich ist dann der Speicher tatsächlich nochmal ein zusätzliches Asset, wenn man auch ein bisschen weiter in die Zukunft schaut. Unsere neue Stromwallet ist quasi, da haben wir das alte Konzept erst mal beiseite gelegt und gesagt, wie entwickelt sich eigentlich der Strommarkt weiter und was ist der wirkliche Nutzen für die Kunden. Weil das Modell, ich schreibe dir eben die Energie gut, das macht Sinn, aber es ist nicht das, wohin eigentlich die Reise geht und was auch die Kunden interessiert und zwar ist es ja so, dass wir jetzt über die dynamischen Tarife eben zu günstigen Strompreisen diesen Reststrom einbeziehen können. Weiterhin Gedanke des Stromwallets ist so meine Strombörse oder der Stromgeldbeutel und jetzt wird es eher von diesem Bonusprinzip gehen wir jetzt halt hin zu einem Fondsmanagerprinzip würde ich es jetzt nennen wir jetzt dann übrigens auch FlexHumor, wenn sie in dieses neue Modell gehen, weil sie eben die Flexibilitäten nutzen. Wir helfen dir für dich das Beste rauszuziehen aus dem Strommarkt. Da muss ich ein bisschen ausholen. Wir haben ja jetzt durch die Dezentralisierung der Stromnetze oder der Stromerzeugung immer mehr Schwankungen. Also alle, die in der Energiewirtschaft unterwegs sind wissen das ja und dadurch ergeben sich ja unterschiedliche Preisniveaus teilweise bis zu negativen Preisen, weil eben Überstromkapazitäten da sind. Dann sagen wir mit unserer Stromwallet, die besteht aus einem Einspeisetarif, der dynamisch sein kann oder fix, das ist variabel und einem Bezugstarif, beide nennen wir Dynamic Pro. Mit denen kannst du jetzt auf den Strommarkt reagieren. Wir sagen, lade die Batterie, wenn der Strom gerade günstig ist, lade das Auto, wenn der Strom gerade günstig ist und unser System entscheidet, ist es jetzt gerade günstiger aus dem eigenerzeugten Strom zu nutzen oder dem günstigen Ökostrom vom Markt. Gleichzeitig können wir auch zu diesen Strompreisen einspeisen. Also das heißt, wenn jetzt der Marktpreis extrem hoch ist, dann kann ich meine eigens erzeugte Energie verbrauchen. Der Schlusspunkt zu der Batteriefrage, ja es macht absolut Sinn, die Batterie da auch noch mit drin zu haben, weil die ist dann ja sowas wie ein flexibler Energiespeicher, mit dem ich noch mehr mit den Marktvolatilitäten spielen kann, die ich nutzen kann. Und wenn es irgendwann auch mal regulatorisch dann einfacher und erlaubter ist, dann auch aus der Batterie wieder ins Netz einzuspeisen. Das ist gerade ja noch so ein großes Thema, weil ist es dann Graustrom oder Grünstrom, wie wird es vergütet, wie wird es gemessen, aber rein technisch könnte man dann halt eben einzelne Hausbatterien zur Verfügung stellen, um diese Flexibilitäten zu nutzen und für den Endkunden noch mehr Ersparnisse zu erzielen, indem er seine eigene Energie handelt. Okay, also ich erkenne sozusagen Ideen auch von so einem virtuellen Kraftwerk. Sonnen hat es ja auch mit diesen verteilten Speichern gemacht. Natürlich, das wird dann nochmal viel interessanter, wenn ich tatsächlich auch aus einer Batterie einspeisen darf. Dann habe ich unter Umständen sogar, oh Gott, die Dimensionen wären ja richtig cool, wenn ich noch mein bidirektionales Laden von dem Auto mit dabei habe. Und dann habe ich meinetwegen noch meinen 60 kW speichert auf Rädern und noch mal meine 10 oder 20 kW, die ich im Keller stehen habe, die dann auch mit als Flexibilität nutzbar werden und dann kann ich richtig traden. Also habt ihr ein Trading-System, mit dem es nachher möglich ist, aus der Eigenerzeugung maximalen Erlös zu erzielen und in einer Short-Position sozusagen dann immer noch den günstigsten möglichen Preis aus dem Netzstrom sozusagen dann zu ziehen für mich. Und das gebe ich euch dann, weil ich mich einfach als normaler Mensch jetzt einfach mal überhaupt nicht damit beschäftigen will, Schalter zu drücken und irgendwelche Einstellungen vorzunehmen, gebe ich das sozusagen euch in die Hand und sage, okay, hier hast du Lichtblick, mach. Ganz genau. Also der Vollständigkeit halber ist glaube ich noch wichtig auch, dass wir da mit Ison eine zweite Tochterfirma bei Lichtblick haben, die sich um diese Aggregation und die Optimierung kümmert. Und die ist eben, das glaube ich, auch ganz spannend hier für viele Hörer im Podcast. ISON ist auch ein offener Provider. Also wir haben bewusst gesagt, wir wollen nicht eine Lichtblick eigene Lösung an der Stelle, sondern da auch eine offene Plattform schaffen, die für verschiedenste Partner zur Verfügung steht, weil wir denken, dass es nur über die Masse funktioniert und man jetzt nicht als einzelner Anbieter da alleine die Energiewende gestalten wird. Aber genau wie du es beschrieben hast, funktioniert das und das ist halt was extrem spannend ist. Wir starten halt jeden Kunden, also jeder Lichtblickkunde, der jetzt sich ein Solarpaket holt, ist sozusagen ready for the future. Auch bis wir dieses ganze Bild so komplett ausschöpfen können und das ganze Potenzial ausschöpfen können, eben noch ein paar Weichen gestellt werden müssen. Auch bidirektionales Laden ist ja noch ein Zukunftsthema bis es in die Breite kommt. Aber jeder Kunde, der bei uns sich schon dafür entscheidet, geht schon diesen Weg. Ich bin auch der Meinung, dass die Kunden, ich persönlich als Kunde, hätte da gar keine Lust mich in dem Detail zu befassen. Wir wissen das auch von Kundenbefragungen, dass viele nicht mal wissen, was eigentlich die Einspeisevergütung bedeutet und wie hoch die ist und wie überhaupt Energiesysteme und Preise funktionieren. Deswegen ist unser Ansatz, dass wir das eben als Partner für die Kunden übernehmen und die können sich zurücklehnen haben, so ein Peace of Mind und wissen, alles klar, die Maschine arbeitet für mich und ich kann mich dem widmen, was eigentlich Spaß macht. Ja, ich denke, dass die Energiewende eigentlich auch nur so funktionieren kann. Wir können nicht 80 Millionen Deutsche am Ende zu Energietrading-Profis machen. Das, glaube ich, überfordert alle. Am Ende, glaube ich, gibt es so eine zentrale Kennzahl, so einen KPI, der da steht und das ist mein durchschnittlicher Kilowattstundenpreis. Und je nachdem, für welches System ich mich entschieden habe, es gibt ja auch noch Tibber und es gibt Ostrom und es gibt die Stadtwerke selbst, es gibt euch und 1,5 und so und am Ende werden sich, glaube ich, alle diese Systeme in diesem einen KPI messen lassen müssen. Aber auf dem Weg dahin sind noch eine Menge Schritte zu gehen, eine Menge Verständnis, um aufzubauen, irgendwie grundsätzlicher Natur, dass die Kunden, die Endkunden und Endkundinnen verstehen, worum es schlussendlich geht. Ich sehe die Energiewende durchaus nicht nur als notwendig, darüber brauchen wir überhaupt nicht reden, aber das Thema dynamische Energie und dieses Trading Ding eben halt auch essentiell, gerade um eben unser Thema mit den Netzen zu regeln. Wir haben einfach das Thema Netzausbau, das ist ja auch immer der große Kritikpunkt an der Energiewende, dass man sagt, ja, wir brauchen irgendwie Grundlast und wir dürfen da keine Peaks erzeugen und so weiter. Und ich glaube, man kann dem Ganzen nur mit Intelligenz entgegen blicken. Wie guckt ihr auf die Netzbetreiber, die ihr ja auch braucht? Also ihr betreibt ja kein eigenes Netz, ihr liefert Strom und einen intelligenten Tarif und all solche Dinge, aber wie diskutiert ihr mit denen darüber, wenn so diese schöne Schwarzmalerei kommt, wenn dann alle um 23 Uhr auf einmal laden, weil da ist der Preis am billigsten, dann bricht mir dann mein Netz zusammen. Wie reagiert ihr da? Ja, also die Kommunikation mit den Netzbetreibern läuft ja auf vielen Ebenen auch. Marktkommunikation, Smart-Meter-Anmeldung, Registrierung und so weiter. Da sind wir auch im starken Austausch. Wir sind auch in verschiedenen Initiativen unterwegs, zum Beispiel in der Smart-Meter-Initiative sind wir auch mit dabei. Wir versuchen da mit zu gestalten und auch zu Informationen auch mitzuliefern und auch darzustellen, gemeinsam mit Partnern, so ein bisschen die Angst zu nehmen und zu sagen, was ist eigentlich das Thema. Also wir haben gerade letzte Woche zusammengesessen mit dem Leon Hirt, der von Neon ja auch die Studie zu Flexibilitäten gemacht hat. Da sieht man ja das Potenzial bis 2045 haben wir 630 Gigawatt Flexpotenzial aus kleiner Flex und die ganzen ProSumer-Haushalte, Batterien und so weiter. Und das summiert sich ganz schön. Es summiert sich ganz schön und wird das sechsfache, wenn unsere Berechnungen eintreffen, das sechsfache von Großkraftwerken sein. Das heißt, da gibt es einen starken Schiff, das ist ja die Dezentralisierung. Das heißt, das ist Fakt. Wir müssen damit umgehen und Lösungen finden und wir bieten eben da eine Lösung, einen Baustein an. Und in der Studie, die die Neon gemacht hat, sind auch viele Möglichkeiten drin, wo auch den Netzbetreibern dargelegt wird. Okay, wo stehen wir eigentlich? Was sind die Risiken? Und wir sind ja noch gar nicht an dem Punkt, dass auf einmal alle laden und dann die Netze zusammenbrechen, weil so viele Elektroautos gibt es noch nicht. Aber wenn es blöd läuft, werden wir natürlich da hinkommen. Aber erstmal gibt es ganz, ganz viele Schritte, die dort sind. Und bis dahin gibt es eigentlich sehr, sehr viele technische Lösungen, mit denen man das vermeiden kann. Da gibt es auch in der Studie und auch in der Kommunikation sehr viele Beispiele und auch Zahlen, Daten, Fakten, die unterstützen, um da weg von der angstgetriebenen Kommunikation und Debatte hin zu einer lösungsorientierten Debatte zu kommen. Also das heißt, wir sind im ständigen Austausch über Initiativen, über Studien und aber auch im operativen Alltag, wie wir gemeinsam dieses Thema Smart Meeter Rollout bewältigen können mit auch den Netzbetreibern. Was mich vor allem gefreut hat, ist in der Studie für die Flexibilitäten kam auch raus, dass es eine Abhängigkeit oder eine direkte Abhängigkeit zwischen den persönlichen Ersparnissen, die ein Kunde hat, zu den Ersparnissen, die wir im Netz bewirken haben kann oder haben wird eigentlich. Das heißt, je mehr Ersparnisse wir für den einzelnen Prosumer erzielen, desto besser ist es auch gesamtwirtschaftlich für die ganze Ökonomie und für das Netz. Und das war für mich jetzt noch mal eine sehr schöne Bestätigung, dass wir mit der Stromwallet und unserem Angebot für die Kunden auf dem richtigen Weg sind, wie eben auch unsere Mitbewerber. Also eigentlich freue ich mich über jeden, der gerade da arbeitet und Lösungen für Kunden anbietet. Und diese direkte Abhängigkeit zwischen Kundenersparnis und gesamtökonomischer Ersparnis finde ich sehr, sehr schön und motivierend. Ich fand es auch interessant in der Studie, ich verlinke die auch hier drin nochmal in den Shownotes. Das ist eine Kurzstudie, die heißt Mehrwert dezentraler Flexibilität. Ich fand die auch super spannend. Leon Hirt an seinem Eike und Jonathan Mühlenford haben Mühlenfort haben die nämlich gemacht. Das lese ich hier gerade mal ab. Und die haben drei unterschiedliche Szenarien so nebeneinander gestellt. Die haben gesagt, du hast einmal deine fixe Bezahlung, also deine Kilowattstunde kostet sozusagen immer das gleiche Geld. Und dann habe ich eben die klassische, wenn ich selber ein PV-Dach habe, habe ich nur meine Eigenverbrauchsoptimierung, also möglichst viel Strom von meinem eigenen Dach verbrauche. Und dann habe ich eine Teilflexibilisierung. Das ist das, was man gemeinhin jetzt, also wenn man auf Tibber guckt, der dynamische Tarif ist und dann sprechen sie halt von der Vollflexibilisierung. Das würde auch bedeuten, dass die Netzentgelte mit in die Flexibilisierung hineinlaufen und dass man dann auf unterschiedlichen Ebenen diese Netzentgelte auch flexibel gestaltet, entweder mit einem jährlichen Forecast oder aber auch situativ. Und was ich dann auch ganz spannend fand, war eben halt auch, die haben das situative Leistungspreise genannt, dass man nicht an die Netzentgelte muss, sondern dass man praktisch, wenn ein Leistungspik abgefordert wird, dann wird sozusagen überproportional der Strom teuer, damit man dann eben eine Dämpfung hat und am Ende eben keine nicht in die Überlast reinkommt. Und mir persönlich erscheint das, ich bin echt kein total durchdrungener Profi, was dieses ganze System angeht, aber mir persönlich kommt es total plausibel vor, wenn ich den Preis als Inzentivierung nehme und wenn Algorithmen steuern und ich dann auch noch vielleicht in einer Welt lebe, wo ich sowohl erzeuge, also Prosumer bin, als auch ein bisschen was in meinem Keller speichern kann oder so, dann finde ich, ist es absolut logisch, dass man selbst bei einem schlechten Netzausbau wahrscheinlich eine Menge gepuffert kriegt und gar nicht ernsthaft in so eine schlimme Gefahr reinläuft, dass überall jetzt die Lampen ausgehen. Also dieses große Darmburg-Geschwert, das da hängt, das Netz überlastet und alles geht kaputt. Das kann aus meiner Sicht nicht passieren. Deswegen ist für mich das 14a, heißt es, glaube ich, dieses Thema Abschaltung und so weiter, finde ich einfach völlig technokratisch übertrieben. Also so nehme ich es wahr. Wie guckst du drauf? Du hast ja da auch nochmal einen anderen technischen Blick auf die Sache. Erstmal 100 Prozent bestätigt. Ich glaube, die KPI bei dynamischen Tarifen und Optimierung wird am Ende sein. Ich schaue nach, ich kann jetzt ja nach drei, sechs, zwölf Monaten drauf schauen, was war eigentlich mein effektiver Durchschnittspreis. Das ist die KPI, mit der dann gemessen wird und mit der wir uns dann als Anbieter auch messen lassen müssen. Und dann gleichzeitig das Preissignal eben zu nutzen, um die Netze zu entlasten, macht halt absolut Sinn. Also das geht eins zu eins einher und ist aus meiner Sicht auch die beste Lösung. Und unsere und auch die anderen Systeme würden ja die Verbraucher dann gegen die Preissignale steuern. Also eigentlich gar kein Thema und auch wenn man jetzt nicht so technisch in der Tiefe ist, ist das total logisch und verständlich. Also 14a ist ja dann genau der Ansatz kommend von der anderen Seite, wie du sagst, so technokratisch. Hey, wir müssen die Möglichkeit haben, irgendwie deine Heizung zu drosseln oder deine Verbraucher einfach runter zu regulieren und abzuschalten. Aus Endkundensicht finde ich das halt wirklich schrecklich, weil das heißt ja, dir wird der Stromverbrauch entzogen und damit natürlich auch Lebensqualität. Und wenn ich jetzt denke, wir sind in Deutschland eine Industrienation und leider müssen wir dir jetzt irgendwie den Strom runterschrauben. Das ist für mich, finde ich, ein total schwieriges Thema, weil es auch auf politischer Ebene ja vielen Indikaten spielt, die sagen, hey, ja, guck mal, diese ganze neue, den Zentral, wir brauchen wieder alte Kraftwerke, weil jetzt müssen wir euch auf einmal den Strom abschalten. Ich finde es auf mehreren Ebenen wirklich schwierig, weil es technologisch gar nicht notwendig wäre und auf der anderen Seite, da wir auch noch gar nicht klar sind, wie wird eigentlich die Umsetzung im Detail stattfinden, wie funktioniert diese ganze Abrechnung und so weiter. Also ich finde die Möglichkeit eben, die Haushalte steuern zu können, extrem wichtig. Aber dieses Ich-muss-sich-jetzt-runter-regulieren, das wird wahrscheinlich eher zu Unmut führen und ist aus meiner Sicht technologisch gar nicht notwendig, wenn wir eher auf die Möglichkeiten schauen, wie kann man Preissignale zum Anlass nehmen, wie kann man intelligente Systeme schaffen und damit die Optimierung gestalten und sicherstellen, dass man keine Spitzen hat in den Leistungen und dann ist das machbar. Ich finde immer, das Thema Kommunikation ist so ein elementarer Baustein in der Energiewende, die wir hier vor der Nase haben. Und habe ich ja vorhin schon gesagt, es steht eigentlich außer Frage, dass wir die brauchen. Wir müssen alles tun dafür, dass wir wegkommen von Fossilien, von CO2-Emissionen und so. Aber das hat halt auch Auswirkungen auf Menschen und auch auf Menschen, die gemeinhin nicht so sehr gut informiert sind oder sich leichter mit polemischen, populistischen Formeln sozusagen fangen lassen. Und wenn ich dann sowas lese, wie ich lese das mal einmal ab aus dieser Studie, davon spricht, dass der System, die dienliche Betrieb einer Wärmepumpe im Stromsystem die verursachten Kosten um 24 Prozent gegenüber des lastgetriebenen Betriebs senkt und bei einem Elektroauto sind es sogar 70 Prozent. Das heißt also, die Kundin spart dadurch, dass praktisch jetzt ein intelligentes System genutzt wird, tatsächlich Geld ein. Und gleichzeitig sind die Systemkosten auch geringer. Das heißt, wir haben also auch einen volkswirtschaftlichen Nutzen daraus. Und wenn ich dann noch drauf gucke, dass wir auch noch eine dezentrale Produktion haben, das heißt also innerhalb von Kommunen oder auch zumindest regionalen Erpächtern, Betreibern von Wind- und PV-Parks und so weiter, werden auch Werte geschöpft. Da sind Menschen beschäftigt, da wird Geld eingenommen, da gibt es Gewerbesteuern und Einkommenssteuern und so weiter. Dann wird mir das einfach viel zu wenig betont. Weißt du, wie viel Budget ihr sozusagen bei Lichtblink auch für so eine Kommunikation bereithaltet, damit da mehr Verständnis auch erzeugt wird? Oder geht das einher mit der sowieso vertrieblichen Kommunikation, die ihr macht? Naja, beides. Also Budgetzahlen habe ich jetzt keine konkreten. Das ist uns extrem wichtig als Lichtblick und auch als Unternehmen. Wir waren ja wirklich die Ersten mit einem Ökostrom am Start, mit Gründern, die sich noch an Kraftwerke gekettet haben. Und das ist schon die DNA von Lichtblick, da auch mitzubilden und zu kommunizieren und zu zeigen, dass es da Veränderungen gibt. Deswegen bringen wir auch einmal pro Jahr den Prose Humor Report raus, der öffentlich verfügbar ist, wo wir eben die Potenziale darstellen, wie man das eben nachhaltig gestalten kann, wie das technisch funktioniert, welches Potenzial für die Endkunden, für die Beteiligten drin ist. Und das ist uns extrem wichtig. Und ich glaube, auch nur so funktioniert das auch mit Beispielen einfach machen und schaffen und zu zeigen es funktioniert und dann ziehen andere nach. Wir achten für uns als Lichtblick auch nicht das Thema, dass wir da der alleinige Anbieter sein wollen, sondern je mehr da mitmachen desto besser, weil die Energiewende ist eben diesem Thema, wo alle mit anpacken müssen und wo wir halt auch gemeinsam aus Energieversorger, aus Netzanbieter und auch von den auf Erzeugerseite gemeinsam arbeiten müssen. Jeder kann seinen Beitrag zuteilen. Ich glaube auch, dass wir eben gucken müssen, wie kann man das auch monetär am besten gestalten über diese verschiedenen Prozesse. Netzentgelte spielen natürlich auch eine wesentliche Rolle. Du hast es gerade schon angesprochen, wir haben nicht den Anspruch sozusagen der einzige Anbieter zu sein. Ich glaube, das wäre dann auch bei 40 Millionen Haushalten zumindest ökonomisch ein hervorragendes Ergebnis, wenn man das schaffen kann. Aber nichtsdestotrotz, wir haben ja viele, viele unterschiedliche Player am Markt gerade, die auch mit unterschiedlichen Strategien anfangen, das Feld zu bestellen, würde ich sagen. Da haben wir vorhin schon einmal gesagt, Tibber ist auch ein Pionier, was das dynamische Tarifthema angeht. Mit 1,5 haben wir auch jemand, der so ein Komplettpaket anbieten möchte. Alle versuchen natürlich, alle Wertschöpfungsebenen innerhalb eines Haushalts auch abzuholen. Also vom Dach bis zum Keller über die Ladesäule ist eigentlich alles dabei. Wenn du jetzt auf Kooperationen guckst und auf das, was man sozusagen gemeinsam auf die Beine stellen kann, die Trading-Plattformen, die hast du gerade vorhin erwähnt, und lade da auch alle anderen dazu ein. Das bedeutet aber auch, dass man auch vielleicht als Stadtwerk oder als Gemeindewerk oder wie auch immer den Wunsch zur Kooperation und zur gemeinsamen Wertschöpfung haben muss. Wie wird das angenommen? Wird es tatsächlich auch so verstanden schon im Markt, dass man da gemeinsam rangeht? Ja, also ich bin da jetzt nicht in den Gesprächen im Detail immer mit dabei, aber wir haben wirklich mit der ganzen Bandbreite auch Gespräche geführt. Ich sage mal, bisher, ich glaube, gibt es noch Potenzial. Am meisten wird es angenommen, tatsächlich diese Plattform auch von den Hardwareherstellern. Also die sagen, ich biete jetzt eine Hardware für die Endkunden an. Klassischerweise so ein Thema Wechselrichter, Batterien und solche Themen oder Wallboxen. Und ich möchte mir jetzt noch diese Energiekomponente dazu holen. Das ist sozusagen der Case, wo wir am meisten Interesse sehen, aber prinzipiell ist es eben komplett offen und gerade wenn man jetzt nicht so ein großes Stadtwerk ist und die ganze IT-Infrastruktur selber bauen möchte und die ganzen Prozesse selber bauen möchte, kann man sich da eben auch bedienen. Wir sind offen für alle, die Interesse daran haben. Mein Kollege, der Sebastian Malow, der MD von Ison, der führt gerne mit allen Gesprächen, die da teilhaben wollen. Das ist so das Geschäftsmodell, das glaube ich richtig zieht, wenn wir im Markt noch ein Stück weiter sind, 28 plus so vielleicht. Nichtsdestotrotz, glaube ich, muss man auch langfristig denken, weil der Umbau jetzt natürlich Zeit kostet, aber danach wird so ein System sehr lange existieren, solange bis dann die FDP ihre Kernfusionen kriegt. Wenn du auf den Gesamtmarkt guckst und jetzt an allen möglichen Stellen läuft es los, 2025 muss wirklich jeder Energieanbieter auch dynamischen Tarif anbieten. Wir haben aber noch nicht die dafür eigentlich notwendigen Smart-Meter im Markt. Wie stark kann diese Situation sozusagen den Hochlauf torpedieren oder verzögern, ausbremsen und wie stark gefährdet das auch euer Geschäftsmodell? Also ich glaube eher, dass es den Hochlauf beschleunigt. Man sieht ja jetzt im Endeffekt in den letzten ein, zwei Jahren ist jetzt endlich Bewegung drin. Vorher ist ja nichts passiert. Und 2011, da war ich auch im Hausgeräte-Bereich unterwegs, da haben wir mit E.ON zeitvariable Tarife für Hausgeräte getestet. Damals war das ein Thema, weil angekündigt wurde, im nächsten Jahr werden alle Energieanbieter verpflichtet so zeitvariable Tarife anzubieten. Und de facto haben viele das einfach nicht gemacht oder haben quasi einen Performatarif in der Schublade gehabt, den man gar nicht abschließen kann. So ein bisschen sind wir ja heute auch wieder unterwegs. Es gibt viele, die da noch keine Lösungen anbieten oder versuchen sich davor zu verstecken. Aber was, glaube ich, diesmal wirklich anders ist, ist, dass wir da viele neue Player haben, eben wie Tipper und Co., die da massiv Gas geben. Und in dem Sinne wird auch das Thema Smart Meter, glaube ich, Fahrt aufnehmen. intern sind natürlich dieses bottleneck und fahren deswegen auch auf mehreren ebenen also wir arbeiten mit den grundzuständigen messbetreibern zusammen wir haben aber auch einen eigenen wettbewerblichen messstellenbetrieb aufgesetzt um eben die lücken zu füllen und wir wollen halt auch die möglichkeit nutzen auch das thema wie du gesagt hast tiefer in die wertschöpfungskette prozesse optimieren und werden eben jetzt bald auch selbst die Zähler durch unsere Elektriker vor Ort installieren. Also das heißt, beim Thema Smart Meter gibt es noch so viele Themen zu lösen, dass wir uns möglichst breit aufgestellt haben und möglichst versuchen, mit allen da zu kooperieren. Meine Hypothese ist, es wird aber nicht zu einem Bottleneck führen, jetzt die neue Regulatorik, sondern eher das Ganze noch mal beschleunigen. Eher beschleunigen. Was hältst du von so Zwischenlösungen wie diesen optischen Leseköpfen, die man drauf packen kann, so a la PowerFox und Anyco und Iometa und so? Ja, also damit habe ich mich tatsächlich auch in meiner Zeit bei Innoji und Aeon sehr stark befasst, weil das ist natürlich immer so die Lösung. Okay, wenn es der Markt, die Technologie, die Regulatorik nicht hergibt, was gibt es dann als Alternative? Und die funktionieren tatsächlich sehr gut und liefern auch die Informationen, die man benötigt. Allerdings muss man ja irgendwann auch einen Smart Mieter. Die sind nicht eichgerecht oder eichkonform. Also habe ich da ein Thema bei der Abrechnung und irgendwann wird das Smart Mieter kommen und dann werden die überflüssig. Dann hatte ich einen Hardware Einsatz, erstmal einmal kosten meistens oder die in die Geschäftsmodelle auch die Geschäftsmodelle tragen müssen und deswegen glaube ich, dass die auf kurz oder lang verschwinden werden, weil ich eben die Information unterwegs bekomme, eben über das Smart Meter. Man braucht dann also schon den offiziellen Kanal. Und der Rollout, siehst du auch nicht in Gefahr, dass da, weiß ich nicht, zu wenig Menschen unterwegs sein können, um die Dinge einzubauen oder zu wenig Hardware da ist? Seid ihr gut ausgestattet in eurem wettbewerblichen Messstellenbetrieb? Könnt ihr da auf euch aufräumen? Ich würde jetzt lügen, wenn ich sage, das läuft alles perfekt und wir haben gar keine Probleme, aber wir sind schon eigentlich ganz gut aufgestellt und dadurch, dass wir eben sagen, wir nehmen nicht den einen Weg, um das Problem zu lösen, sondern stellen uns da wirklich breit auf und deswegen denke ich, sind wir schon ganz gut unterwegs. Die Frage ist so, wie definierst du das? Meine Erwartungen an den Smart-Meter-Rollout in Deutschland sind schon sehr so, hoffentlich passiert es jetzt endlich und ich glaube, das wird auf jeden Fall passieren. Wie schnell werden wir an eine Abdeckung kommen, die im europäischen Vergleich irgendwie gleichwertig ist und mit Ländern wie Schweden oder auch selbst Italien mithalten kann, das wird noch eine ganze Weile dauern, weil man kann es eben nicht aus der Hüfte zaubern, aber es wird auf jeden Fall noch weiter beschleunigt. Also was wir in diesem Jahr, im letzten Jahr und in diesem Jahr gesehen haben und sehen werden, wird sich auf jeden Fall noch weiter beschleunigen. In der Geschwindigkeit, die wir uns eigentlich wünschen, glaube ich nicht, aber es geht voran. Und zum Thema Geschwindigkeit noch, das Thema Time to Market, das ist ja auch so ein schöner Begriff. Wie siehst du da die Notwendigkeit zügig zu akquirieren, zügig Menschenhaushalte, Kunden zu bekommen? Ich frage deswegen, weil viele Stadtwerke auch in der Vergangenheit Kunden verloren haben und wieder durch Preisaktionen, keine Ahnung, Verifox und Konsorten, keinen besonderen guten Preis oder eine besondere Wechselprämie oder so weiter. Darüber kriegt man dann Kunden wieder zurück, zumindest zeitweise. Und ich habe die These, dass das in Zukunft über diese Art von Akquisitionen nicht mehr funktionieren wird. Wenn die Kunden einmal weg sind, dann wird das schwierig. Wie wichtig erachtest du sozusagen dieses Time-to-Market-Thema? Ich glaube auf jeden Fall, dass der dynamische Tarif ein Produkt ist, das jeder Energieversorger in seinem Portfolio haben sollte nächstes Jahr. Nicht nur, weil es vorgeschrieben ist, sondern weil auch ein gewisses Kundensegment danach fragen wird. Und wenn ich eben langfristig als Energieversorger eine Relevanz haben will und profitabel sein will, dann ist das ein wichtiger Bestandteil, der nachgefragt werden wird. Mit Sicherheit nicht sofort vom kompletten Kundensegment, aber es ist jetzt nicht so, als wäre das irgendwie so ein Zukunftsthema, was in fünf bis zehn Jahren kommt, sondern ich erwarte schon, dass da im nächsten Jahr sehr viel passieren wird. Durch die Marketingmaßnahmen, Kommunikation der Mitbewerber werden da auch mehr und mehr Kunden anrufen und fragen, ob sie auch einen dynamischen Tarif? Das klingt doch ganz spannend. Ja. Was gehört für dich in das Portfolio eines Energieversorgungsunternehmens, das auch noch in zehn Jahren am Markt agieren möchte? Auf jeden Fall nicht mehr nur der reine Fokus auf Tarife. Ich glaube, das ist aber auch jetzt nicht überraschend, sondern Energielösungen anzubieten, eben integrierte Lösungen, wo ich sagen kann, ich kann damit dein Haus intelligent steuern oder ich verknüpfe das noch mit verschiedenen anderen Dienstleistungen wie zum Beispiel Garantie oder Wartungspakete jetzt im Bereich Procuming da auf jeden Fall nicht nur noch über den Strom zu kommen sondern über integrierte Lösungspakete das klingt jetzt ein bisschen hochgestochen aber heißt im Endeffekt dass man in dieses schöne Thema SS-Service reingeht und überlegt, wie kann ich eigentlich mein Stromangebot noch mit anderen Dienstleistungen kombinieren. Man muss noch nicht zwangsläufig alles selber machen, aber man muss zumindest ein gutes Kundenerlebnis liefern und eine Antwort haben, wenn jemand sagt, ich möchte eine Wärmepumpe haben. Ja, also ich meine, da ist der TiWA wieder ein schönes Beispiel. Da hast du eine App, mit der man die aktuellen Verbräuche, die aktuellen Preise sieht. Man kann aber auch seine Waschmaschine integrieren, wenn man möchte und sieht dann auch, was hat die eigentlich verbraucht oder so. Also wie gesagt, das ist sehr abhängig. Ich glaube, manche Kunden haben da gar keine Lust drauf, aber irgendwie so ein integriertes Erlebnis zu haben, wo ich sehe, was passiert eigentlich energietechnisch in meinem Haushalt und im besten Fall, wer optimiert das automatisch für mich, weil ich selber habe da gar keine Lust drauf, mich mit zu beschäftigen. Und dann sieht man eben in dieser App die Kern-KPI, was war eigentlich der Durchschnitts-Strompreis, den ich erzielt habe. Und das ist das, was die Kunden am Ende interessiert. Einfamilienhausbesitzerinnen sind und da kann ein PV-Dach rauf, da kann ich eine Wärmepumpe installieren. Es gibt aber noch eine Menge anderer Gebäudetypen, Reihenhäuser, wo ich nicht so einfach eine Wärmepumpe unterbringen kann, Mehrfamilienhäuser, wo viele unterschiedliche Mietparteien drin wohnen, Gewerbeimmobilien, die auch irgendwie vermietet verpachtet sind. Habt ihr dafür auch Pläne, diese Zielgruppen zu erschließen oder sagst du einfach, das ist ein iterativer Prozess, wir machen jetzt erstmal das eine und gucken mal, wie uns das in die nächsten Themen bringt? Prinzipiell ist es ein spannendes Thema für die Zukunft, aber momentan haben wir uns davon erstmal distanziert, in dem Sinne, dass wir uns fokussieren wollen auf den Kern. Lichtblick hatte auch schon mal zum Beispiel Mieterstromangebote. Da gibt es noch ein bisschen was zu tun auf dem Weg dahin, dass das auch einfacher wird. Es ist jetzt gerade ein Riesen-Schritt in der Regulatorik passiert. Man muss nicht mehr einen Summenzähler mechanisch irgendwo in die Mietgebäude einbauen, der die ganzen Einzelströme der Wohnungen sozusagen aufsummiert, sondern das kann man mittlerweile dann virtuell machen. Damit spart man sich, glaube ich, fast 10.000 Euro oder so pro Gebäude. Dann wird das Ganze auch finanziell wieder spannender und für alle Beteiligten interessant. Da wird sich, glaube ich, einiges noch tun, auch regulatorisch. Das Thema Energy Communities kommt ja auch, wird ja auch EU-weit vorangetrieben. Allerdings ist das jetzt momentan nicht unser Fokus. Aber ich weiß, dass da einige dran arbeiten. 100 Energie zum Beispiel, die sind ja in dem Segment stark unterwegs. Und es ist absolut auch da ein Riesenpotenzial da, für Kunden mehr zu machen und auch die dann partizipieren zu lassen an dem Thema lokale Stromerzeugung und Integration in den strommarktdynamische Preise. Ja, wir sehen da auch, es braucht die vielen unterschiedlichen Player mit ihren jeweiligen Fokussegmenten, die da auch Geschäftsmodelle drauf aufbauen, damit am Ende unsere Gesamtenergiewende ordentlich vorankommen kann. Definitiv, es ist Platz für viele. Ja, ich sehe das halt auch immer wieder, dass man eigentlich ein ganz anderes Gefühl für Wettbewerb untereinander hat. Also bei vielen Leuten, mit denen ich rede, existiert eigentlich kein echtes Wettbewerbsgefühl. Das finde ich schon ganz spannend, weil jeder sagt, es ist so viel zu tun. Gerade bei den neuen innovativen Themen, denke ich, die auch die dicke Bretter sind, wo es viele technische und regulatorische Fragestellungen geht. Es gibt eine Co-O-Petition, wo man einfach sagt, okay, alles klar, wir sind auf dem gleichen Feld unterwegs, es ist aber genug Platz da für alle und man bereichert sich gegenseitig und schafft gemeinsam diese Wende, auch wenn man im Wettbewerb steht. Ich habe vorhin auch noch mal so ein bisschen die Bremser und die Ängstlichen angesprochen und da brauche ich auch nicht gendern, weil das eigentlich sowieso fast immer Männer sind. Wenn du so auf die Welt guckst und auf die, die irgendwie immer die Gläser halb leer sehen und so, welchen Knoten möchtest du durchschlagen? Das Jahr ist jetzt noch nicht ganz zur Hälfte rum. Wir haben 2025 sicherlich noch ein paar stärkere Umwälzungen, was den dynamischen Tarif angeht. Aber was wünschst du dir jetzt oder was würdest du so gerne noch für einen gordischen Knoten durchschlagen in diesem Jahr? Das ist eine gute Frage. Ich finde das spannendste Thema einfach bei der Wärmepumpe. Da hatten wir so massive emotionale Diskussionen, die teilweise inhaltlich komplett falsch waren. Ich hoffe, dass wir da, also wir haben jetzt eine gute Förderung quasi im Einsatz, die ist ja offiziell, da gibt es auch Interesse dafür und dass man da einfach das schafft, durch mehr und mehr Installationen von Wärmepumpen, mehr und mehr Kunden zu schaffen, bei denen das funktioniert und man hat mehr und mehr Beispiele, wo man sagt, hey, guck mal, der Nachbar hat eine Wärmepumpe, es funktioniert doch. Du brauchst ja gar nicht so große Sorgen zu machen und wegkommen von dieser hypothetischen Diskussion, das funktioniert alles nicht, mein Haus wird dann nicht mehr warm. Also ich bin ein sehr großer Fan von Praxisbeispielen, gerade in dem Bereich Energieversorgung, schauen viele, was machen die Nachbarn und umso mehr positive Beispiele wir schaffen, umso besser ist das. Ich weiß nicht, ob das in diesem Jahr funktioniert oder ob wir noch die Heizperiode abwarten müssen, aber einfach zu zeigen, hey Wärmepumpeninstallation funktioniert, muss nicht unbedingt ein Neubau sein, sondern es geht auch bei Altbauten und dann ein bisschen wegkommen von dieser Diskussion und diesem Damopledgewert, die Wärmepumpe wird kommen und meine Ölheizung wird mir weggenommen hin zu, schau mal, es funktioniert doch. Und spart am Ende langfristig Geld. Spart Geld, ist gut für die Umwelt. Alles fein. Ich sehe auch die guten Beispiele oder die positiven Beispiele. Zumindest ist mir das jetzt in den letzten Tagen begegnet, dass ihr auch irgendwo eine Story gemacht habt, also wo jemand tatsächlich von euch was hat installieren lassen und das habt ihr dann auch begleitet, irgendwie mit einem kleinen Bericht und ein paar Bildern. So was finde ich auch immer schön, weil es einfach, ja klar, es ist auch irgendwie Werbung, aber ist ja auch legitim. Aber es ist halt auch authentisch, weil da ja wirklich echte Menschen, die echt investieren, auch gezeigt werden. Ich vermute nicht, dass ihr die bestochen habt, damit sie sagen, dass es gut gelaufen ist, sondern dass es wirklich gut lief. Nein, das machen wir nicht. Aber das ist tatsächlich eine Lernkurve, durch die wir gelaufen sind bei Lichtblick. Wie wichtig eigentlich doch dieses Thema ist, auch Positivbeispiele und auch über die Nachbarschaft zu gucken. Das ist gerade im Solarbereich wirklich ein Thema, wo es oft so läuft, jemand interessiert sich für eine Solaranlage und der sieht, der Nachbar hat eine auf dem Dach und dann gehe ich hin und frage erst mal, wie ist es denn bei dir gelaufen, wer hat das gemacht, war alles gut? Und das ist dann schon so ein Qualitätsmerkmal, wenn die Person sagt, ja, das hat Lichtblick gemacht, ich war super happy mit dem Service, alles einwandfrei funktioniert. Dann hat man quasi schon so als Verkäufer den Fuß in der Tür und hat eben schon dieses Vertrauen. Das, glaube ich, kommend von Sichtblick als deutschlandweiter Commodity-Vertriebler, war für uns schon ein sehr großes Learning, zu sagen, wir müssen vielmehr gucken, was passiert eigentlich beim Kunden, auf die Nachbarschaft, auf die Regionalität. Ja, wie viele Kunden habt ihr schon mit eurem Produkt, Wallet und PV und Wärmepumpe gewonnen? Magst du das sagen? Oder vielleicht eher so ein, wir sind richtig on track oder wir sind drüber weg schon? Ja, solche Daten darf ich natürlich nicht nennen. Wir sind ja jetzt seit knapp zwei Jahren oder eineinhalb Jahren am Markt und wir sind auf einem guten Weg. Sehr schön, alles klar. Jetzt habe ich dich schon nach dem großen Knoten gefragt. Gibt es noch irgendwie jetzt in deinem Jobfokus etwas, was du dir jetzt noch für dieses Jahr wünschst, wo wir noch mal gemeinsam Daumen drücken können, dass es funktioniert? Ja, da fällt mir jetzt spontan nichts ein, aber natürlich im Endeffekt ist es schon so, dass die Stromrolle, die wir jetzt konzipiert haben, die wir jetzt sozusagen live testen am Markt, dann auch wirklich gut ankommt und ein gutes Musterbeispiel für die ganze Branche. Ja, vielen Dank. Und so schnell ist eine Stunde rum. Alex, vielen Dank, dass du da warst. Ich freue mich sehr, wenn ihr alle, die ihr da jetzt zuhört, noch Fragen habt oder wenn ihr noch eine Anregung habt oder so, dann schreibt uns gerne, Alex und mir. Und ich verlinke alles wieder in den Shownotes, also auch deinen LinkedIn-Profil, sodass alle, die mögen, direkt mit dir schnell in Kontakt kommen können. Und ja, für euch alle auch nochmal vielleicht der kleine Hinweis, es gibt noch einen extra Podcast, den wir in Vorbereitung haben. Bright Sides wird er heißen und die Anagona von Solarize und ich, wir werden da gemeinsam auch Projekte und Menschen vorstellen, die eben im Zusammenhang mit Energiewende neue Geschäftsmodelle für Energieversorger vorstellen und auch aus ihren unterschiedlichen Perspektiven da drauf blicken und uns ein bisschen Einblick darin geben, wie sie auf die Dinge gucken. Dir, Alex, herzlichen Dank. Ich weiß nicht, wenn wir jetzt alles behandelt haben oder wenn dir nicht noch irgendwas einfällt, dann würde ich sagen, sind wir durch für heute. Mir bleibt nichts anderes, als dir zu danken, Matti, für den schönen Podcast. Hat mir sehr viel Spaß gemacht und tatsächlich war es wirklich sehr schön, sich gegenüber zu sitzen, gerade in unserer digitalen Welt und nicht am Screen, sondern physisch sich zu sehen bei der Unterhaltung. Hat mir wirklich sehr viel Spaß gemacht. Danke für die Einladung. Danke dir. Bis dahin. Und euch allen noch einen schönen Tag. Bis bald. Ciao.

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